Europas Leitbörsen ohne klare Richtung

26. Juli 2013, 18:42
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Europas Leitbörsen haben sich am Freitag ohne klare Richtung ins Wochenende verabschiedet. Nach einem freundlichen Start fielen viele Märkte wieder etwas zurück, einige Börsen drehten sogar ins Minus ab. Der Euro-Stoxx-50-Index für wichtige Aktien der Eurozone schloss mit einem knappen Plus von 0,06 Prozent bei 2.741,96 Punkten.

Insgesamt verlief der Handel am Freitag verhalten, viele Investoren dürften erst wichtige Konjunkturdaten wie den anstehenden US-Arbeitsmarktbericht und die Zinsentscheidungen von EZB und US-Notenbank Fed abwarten wollen, hieß es. Entsprechend wurden die überraschend guten Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen vom Freitag an den Börsen ignoriert.

Für Bewegung bei einigen Aktien sorgte hingegen die laufende Ergebnisberichtssaison. So stiegen die Aktien des Luxusgüterherstellers LVMH um 3,57 Prozent auf 135,05 Euro und waren damit der Tagesgewinner im Euro-Stoxx-50.

Der französische Luxusgüterkonzern hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr dank der Nachfrage aus Asien und den USA wie erwartet gesteigert. Die Analysten von UBS haben ihre Empfehlung für die LVMH-Aktie in Reaktion auf die Zahlen bereits von "neutral" auf "buy" angehoben. Das Kursziel wurde Händlern zufolge von 145 auf 155 Euro erhöht.

Deutlich nach unten ging es mit den Aktien einiger deutscher Unternehmen. So büßten Daimler 2,26 Prozent auf 52,30 Euro ein. Der Kältemittelstreit zwischen Daimler und Frankreich wird zur Bürokratie-Schlacht. Nachdem der Autobauer wegen eines Gerichtsurteils vom Donnerstag auf ein baldiges Ende des Zulassungsstopps seiner Kompaktmodelle gesetzt hatte, kündigte die französische Regierung am Freitag nun eine Fortsetzung der Blockade an. Man werde auf die Kritik des Gerichts reagieren und eine entsprechende EU-Schutzklausel regelgerecht anwenden, wodurch die Zulassung von Daimlers Modellen der A-, B- und CLA-Klasse weiterhin untersagt bleibe, teilte das französische Umweltministerium mit.

Medienberichte über ein drohendes Scheitern beim Verkauf der amerikanischen Stahlwerke hat die Aktien von ThyssenKrupp unter Druck gesetzt. Die Thyssen-Aktie schloss 2,94 Prozent schwächer bei 16,845 Euro. Einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge hängt der geplante Verkauf am seidenen Faden. Aktien der deutschen Börse AG fielen nach Vorlage von Quartalszahlen um 3,71 Prozent auf 52,43 Euro. (APA, 26.7.2013)

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