14. Sysadmin-Day: Im Zeichen von Edward Snowden

26. Juli 2013, 10:45
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Systemadministratoren unterliegen auch einem ethischen Code

Auch dieses Jahr wird wieder den SystemadministratorInnen dieser Welt Dank gezollt. Der 14. System Administrator Appreciation Day ist wieder eine Hommage an jene, die uns mit Updates versorgen, Server zum Laufen bringen und einen reibungslosen Unternehmensalltag ermöglichen.

Edward Snowden

Wie Heise anmerkt, sollte der diesjährige Sysadmin-Day aber nicht nur durch Dank und Anerkennung an die Admins geprägt sein, sondern einen etwas ernsteren Unterton haben. Angesichts der letzten Wochen, in denen sich der Überwachungsskandal rund um PRISM immer weiter herauskristallisiert hat, sollte auch einem Systemadministrator im Besonderen Gebühr gezollt werden: Edward Snowden.

Überwachungsmaschinerie

Der bei Booz Allen Hamilton angestellte Snowden wartete die Systeme, die die NSA nutzte und immer noch nutzt, um Millionen von Menschen auszuspionieren. Die 122.000 Dollar, die Snowden angeblich bei der Beratungsfirma verdiente, hielten ihn jedoch nicht davon ab, sein Schweigen zu brechen. Als Systemadministrator wurde ihm schon zu seiner Zeit bei der CIA in Genf bewusst, dass ihm als Admin dieser Systeme eine große Bedeutung zukommt. Schließlich war er mitunter dafür verantwortlich, die Überwachungsmaschinerie am Laufen zu halten.

Ethik-Code

Von den 1.500 IT-Spezialisten, die die Systeme der NSA warten, hat sich offenbar nur einer dazu entschieden, die Machenschaften des Geheimdienstes an die Öffentlichkeit zu bringen. Die internationale League of Professional System Administrators hat sich zu Snowden nur sehr verhalten geäußert. Dort heißt es beispielsweise, dass der Beruf einem Ethik-Code unterliege, aber die Vertraulichkeit der Arbeit Grenzen habe, wenn es um illegale Aktivitäten gehe. Kritisiert wurde allerdings, dass er nicht den üblichen Meldeprozess durchlief.

Ein kleines "Danke"

Snowden ist mit Sicherheit weder der erste noch der letzte Sysadmin, der sein Schweigen bricht und über unzumutbare Zustände berichtet. Wie jedes Jahr ist es deshalb auch heuer angebracht, seinen Sysadmins ein kurzes Mail zu schreiben, in dem man sich für die Arbeit bedankt, die meist ungesehen bleibt, weil sie hinter den Kulissen stattfindet. Auch wir bedanken uns heuer wieder bei den AdministratorInnen von derStandard.at, die uns einen reibungslosen Redaktionsalltag ermöglichen. (red, derStandard.at, 26.7.2013)

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    Die Systemadministratoren arbeiten meist abseits jeder Wahrnehmung. Ihnen wird an einem eigenen Tag Dank gezollt.

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