Blamage für Sturm gegen Islands Vizemeister Breidablik

25. Juli 2013, 20:06
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Grazer verlieren Rückspiel in Graz mit 0:1 und verpassen nach dem 0:0 im Hinspiel den Aufstieg

Graz - Die Europacup-Saison hat aus österreichischer Sicht mit einer Blamage begonnen. Sturm Graz verlor am Donnerstag das Heimspiel gegen Breidablik FC durch einen Treffer von Hreinsson (38.) mit 0:1 und verabschiedete sich damit in der zweiten Runde der Europa-League-Qualifikation aus dem internationalen Geschäft. Die erste Partie gegen Islands Vizemeister endete vor einer Woche 0:0.

Fehleranfällige Steirer

Das Ungemach für die "Blackies" zeichnete sich schon in der Anfangsphase ab. Die Milanic-Truppe fand nie richtig ins Spiel, leistete sich zahlreiche Stellungs- und Abspielfehler und konnte dadurch den aktuellen Vierten der isländischen Meisterschaft nur äußerst selten in Bedrängnis bringen.

In der dritten und 23. Minute wurden harmlose Distanzschüsse von Kainz und Weber zur leichten Beute für Breidablik-Goalie Gunnleifsson, in der 19. Minute verpasste Beric eine Flanke von Offenbacher. Die erste zwingende Chance hatten die Isländer, als Rohde in der 33. Minute aus kurzer Distanz an Gratzei scheiterte. Beim Nachschuss verfehlte Adalsteinsson nur knapp das Ziel. Praktisch im Gegenzug lief Beric nach Vorlage von Szabics allein auf Gunnleifsson zu, scheiterte aber am Breidablik-Schlussmann.

Fatale Schläfrigkeit

Die Isländer machten es in der 38. Minute besser: Bei einem weiten Abschlag stellte sich die Sturm-Abwehr stümperhaft an, Rohde tanzte Madl aus und spielte einen Pass zur Mitte, wo Hreinsson zum entscheidenden Tor für die Gäste einschoss.

Beric hätte kurz vor der Pause Schlimmeres verhindern können - der Slowene vermochte aber eine unfreiwillige Vorlage der Isländer aus kurzer Distanz nicht zu nützen.

Neue Kräfte, wenig Wirkung

Nach dem Seitenwechsel riskierte Milanic mehr, brachte Beichler für Weber und wenig später Djuricin für Offenbacher. Sturm agierte nun dominanter, erspielte sich allerdings bis zum Schlusspfiff keine einzige zwingende Möglichkeit. Selbst nach Gelb-Rot für Breidablik-Stürmer Adalsteinsson (80.) gab es für die Steirer kein Durchkommen gegen die dicht gestaffelte Abwehr der Gäste.

Damit leistete sich ein Jahr nach Red Bull Salzburg gegen Düdelingen wieder ein heimischer Club einen historischen Ausrutscher. In den bisherigen zwei Europacup-Duellen mit isländischen Vertretern hatten die österreichischen Klubs mit Rapid (Gesamt-4:2 gegen Fram Reykjavik 1985/86) und dem FC Kärnten (Gesamt-3:2 gegen UMF Grindavik 2003/04) die Oberhand behalten. (APA, 25.7.2013)

Europa League, 2. Qualifikationsrunde, Donnerstag

SK Sturm Graz - Breidablik FC 0:1 (0:1)
UPC-Arena, 7.903 Zuschauer, SR Sidiropoulos (GRE)

Tor: 0:1 (38.) Hreinsson

Sturm: Gratzei - Todorovski (83. Hölzl), Madl, Vujadinovic, Klem - Offenbacher (59. Djuricin), Hadzic, M. Weber (46. Beichler), F. Kainz - Beric, Szabics

Breidablik: Gunnleifsson - Hreidarsson, Ingason, Troost, Jönsson - Rohde (71. Lydsson), Gardarsson, Yeoman, Margeirsson - Hreinsson (89. Vilhjaimsson), Adalsteinsson

Gelb-Rote Karte: Adalsteinsson (80.)

Gelbe Karten: Szabics, Djuricin, Todorovski bzw. keine

Hinspiel: 0:0, Breidablik mit dem Gesamtscore von 1:0 in der 3. Quali-Runde

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    Nach dem 0:0 in Island kam es für die Blackies in Graz noch dicker: Breidablik gewann 1:0 und steht in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League.

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    Einfach zum Schämen.

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