Verbund-Beteiligung Sorgenia mit Halbjahresverlust

25. Juli 2013, 17:33
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Mailand - Der italienische Stromversorger Sorgenia, an dem der österreichische Verbund mit 45 Prozent beteiligt ist, hat im ersten Halbjahr 2013 zwar ein Umsatzwachstum von 4,5 Prozent auf 1,16 Mrd. Euro abgeschlossen, dennoch blieb unterm Strich ein Verlust von 206,3 Mio. Euro - nach 54,1 Mio. Euro Minus im gleichen Zeitraum 2012. Dieser ist hauptsächlich auf Abschreibungen zurückzuführen, teilte Sorgenia am Donnerstag in einer Presseaussendung. Für das 1. Quartal war im April lediglich ein Nettoverlust von 8,7 (14,7) Mio. Euro vermeldet worden.

Das Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) stieg im Halbjahr um 219,6 Prozent auf 103,2 Mio. Euro, hieß es am Donnerstag weiter. Die Verschuldung sank per 30.6. um 50 Mio. Euro auf 1,7 Mrd. Euro.

Vorige Woche war es zum Chefwechsel an der Spitze des italienischen Stromversorgers gekommen. Geschäftsführer Massimo Orlandi trat nach 14 Jahren an der Sorgenia-Spitze zurück, und Telecom-Italia-Manager Andrea Mangoni übernahm das Ruder des Konzerns. Der 50-jährige Mangoni war seit 2012 CEO der Telecom-Italia-Tochter TIM Brasil und Generaldirektor für Lateinamerika. Er hat auch Erfahrungen beim Stromkonzern ACEA gesammelt.

Sorgenia beliefert vor allem Klein- und Mittelbetriebe und ist damit zum fünftgrößten Stromversorger des Landes aufgerückt. Für die Strombelieferung von Privathaushalten plant Sorgenia bis 2016 Investitionen in Höhe von 275 Mio. Euro in den Ausbau des Vertriebsnetzes, die Modernisierung der Infrastruktur und die Verbesserung des Kundenservice. Auch die Schulden sollen weiter gesenkt werden.

Der österreichische Verbund legt seine Halbjahreszahlen am kommenden Mittwoch vor. (APA, 25.7.2013)

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