Auch in Graz erinnern "Stolpersteine" an NS-Opfer

25. Juli 2013, 14:50
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Insgesamt sollen 18 Pflastersteine verlegt werden - Idee von Kölner Künstler Gunter Demnig

Graz - Mit sogenannten "Stolpersteinen" wird nun auch in Graz an die Opfer des nationalsozialistischen Regimes erinnert. Auf Initiative des Grazer "Verein für Gedenkkultur" werden am Samstag an vorerst zehn Orten in der Stadt insgesamt 18 Pflastersteine mit messingglänzender Deckplatte zum Gedenken an jene Menschen verlegt, die von der Nazidiktatur zwischen 1938 und 1945 vertrieben, deportiert und ermordet wurden.

Die pflastersteingroßen Tafeln mit Inschrift - Namen, Geburtsjahr und, wenn bekannt, Datum der Verhaftung und Ermordung der Opfer - werden im Boden vor den ehemaligen Wohnhäusern der Ermordeten verlegt. Sie sollen zum Nachdenken über den Holocaust vor der eigenen Tür anregen.

Idee von deutschem Künstler

Die Idee stammt vom Kölner Künstler Gunter Demnig, der seit 1997 die Mini-Gedenksteine in die Gehwege in deutschen und mittlerweile auch österreichischen Städten wie unter anderem Salzburg, Wels und Wiener Neustadt, in der Region Braunau und nun auch in Graz einsetzt. Angefangen hatte der Bildhauer damit in Köln und Berlin. Mittlerweile sind es mehr als 38.000 Stolpersteine.

Der Verein für Gedenkultur, der von Sabine Maurer und Gemeinderätin Daniela Grabe (Grüne) 2012 gegründet wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, 75 Jahre nach Beginn des NS-Terrors in Österreich auch in Graz im öffentlichen Raum mehr Erinnerungszeichen für die Opfer des Nationalsozialismus zu setzen. Eine Webseite informiert mit ausführlichen Biografien der Opfer, derer mit dem Projekt gedacht wird. (APA, 25.7.2013)

  • Ein Stolperstein in Berlin.
    foto: epa/strobel

    Ein Stolperstein in Berlin.

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