Dragovic wechselt zu Dynamo Kiew

25. Juli 2013, 14:26
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ÖFB-Teamspieler soll neun Millionen Euro Ablöse kosten. Es ist der teuerste Transfer eines österreichischen Spielers

Aleksandar Dragovic wird zum bisher teuersten österreichischen Fußballer der Geschichte avancieren. Der 22-jährige Wiener wechselt für neun Millionen Euro vom FC Basel zum ukrainischen Spitzenklub Dynamo Kiew. Laut Angaben des "Kurier" hat sich der international heiß begehrte Innenverteidiger mit dem Rekordmeister der ehemaligen Sowjetunion und der Ukraine am Donnerstag in Monaco auf einen Fünfjahresvertrag geeinigt. Die Unterschriften sollen am Freitag in Kiew gesetzt werden.

"Ich bin extrem erleichtert, dass der Transfer über die Bühne ist", sagte Dragovic am Donnerstagabend dem "Kurier". "Ich gehe zu Dynamo Kiew, weil sich der Club enorm um mich bemüht hat. Dynamo hat große Ziele, auch international. Da möchte ich sehr gerne dabei sein. Kiew ist eine tolle Herausforderung für mich."

Freuen über den Transfer darf sich auch der österreichische Meister Austria Wien, der Ex-Klub schneidet mit. Kolportierte 10 Prozent wollte Vorstand Thomas Parits auf Anfrage von derStandard.at aber nicht bestätigen.

Kiew ließ nicht locker

Am Samstag hatte noch eine Absage Dragovics an Kiew die Runde gemacht. Der ÖFB-Teamverteidiger habe trotz eines angebotenen Jahresgehalts von 2,2 Millionen Euro abgesagt, hieß es. "Geld spielt derzeit keine Hauptrolle in meinem Karriereplan", wurde Dragovic zitiert.

Doch Kiew, das vom ehemaligen Vorwärts-Steyr-Legionär Oleg Blochin (60) trainiert wird, ließ offenbar nicht locker. Vereinsboss Ihor Surkis (54), ein ukrainischer Großindustrieller, ließ Dragovic von Basel via Nizza nach Monaco einfliegen, Donnerstagmittag sollen Surkis und Dragovic dann im Fürstentum eine Einigung erzielt haben. Am Freitag stehen für Dragovic in Kiew die traditionellen medizinischen Tests auf dem Programm, dann soll der Deal offiziell gemacht werden.

Auch mit Inter Mailand in Verbindung gebracht

Dragovic soll auf den Wunschlisten zahlreicher europäischer Topklubs gestanden sein. Zuletzt war der Ex-Austrianer, der 2011 für eine Million Euro von Wien nach Basel wechselte, immer wieder mit Inter Mailand in Verbindung gebracht worden. Aber auch andere große Namen wie AS Roma, Borussia Dortmund, Arsenal, Valencia, Atletico Madrid, Manchester United, Manchester City und AC Milan sollen an Dragovic dran gewesen sein.

Mit der kolportierten Ablöse von neun Millionen Euro ist Dragovic deutlich teurer als ÖFB-Teamkollege Marc Janko beim bis dato teuersten heimischen Transfer. Janko war im Jahr 2010 für 6,5 Millionen Euro von Salzburg zu Twente Enschede transferiert worden.

Nummer zwei in der Ukraine

Kiew ist im Moment nur die Nummer zwei in der Ukraine. Schachtar Donezk hat den Blau-Weißen in der jüngeren Vergangenheit klar den Rang abgelaufen und war zuletzt viermal in Folge Meister. In der vergangenen Meisterschaft war Kiew hinter Donezk und Metalist Charkiw sogar nur auf Platz drei gelandet. Kiew muss sich daher in dieser Europacup-Saison mit der Europa League zufriedengeben.

Mit Markus Berger ist bereits seit Anfang 2012 ein Österreicher in der ukrainischen Premier-Liga tätig, der Salzburger steht bei Tschernomorets Odessa unter Vertrag. (APA/red, 25.7.2013)

  • Aleksandar Dragovic wird in Zukunft in der Ukraine kicken.
    foto: apa/dapd/punz

    Aleksandar Dragovic wird in Zukunft in der Ukraine kicken.

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