Impuls-Bau GmbH aus NÖ insolvent

25. Juli 2013, 13:49
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Wien/Wals - Die Impuls-Bau GmbH aus Bad Schönau/NÖ hat nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV) am Landesgericht Wiener Neustadt ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung über ihr Vermögen beantragt. Es handle sich um eine Alpine-Folgeinsolvenz, teilten die Gläubigerschützer am Donnerstag in einer Aussendung mit.

Familienbetrieb

Die Antragstellerin betreute und betreut laut AKV laufend zehn bis 15 Baustellen. Davon entfielen zuletzt sieben auf Subarbeiten für die Alpine Bau GmbH. Durch deren Insolvenz musste die Impuls-Bau einen Forderungsausfall von zumindest 550.000 Euro hinnehmen. Laut Gläubigerliste sind von der nunmehrigen Insolvenz des 2007 als Familienbetrieb gegründetes Unternehmens zusätzlich zu den 36 Dienstnehmern etwa 30 Gläubiger betroffen.

Die Impuls-Bau möchte den Betrieb fortführen und gibt an, Reorganisationsmaßnahmen umsetzen zu wollen. Die gesetzliche Mindestquote für einen Sanierungsplanabschluss mit Eigenverwaltung beträgt 30 Prozent. Ob dies auch tatsächlich erwirtschaftet werden kann, werde zu prüfen sein, so der AKV.

82 Prozent wieder beschäftigt

Mit Stichtag Donnerstag sind indes 3.919 frühere Alpine-Mitarbeiter wieder in ein Beschäftigungsverhältnis eingetreten. "Das sind 82 Prozent aller ehemaligen Arbeiter", sagte der Chef der Gewerkschaft Bau Holz, Josef Muchitsch. Weitere 100 sind befristet für die Abwicklung der Masse bei Insolvenzverwalter Stephan Riel weiter beschäftigt. 

An den Insolvenzentgeltfonds haben sie sehr viele ehemalige Mitarbeiter gewandt. Alleine im Juni und Juli belaufen sich die Ansprüche auf 52 Millionen Euro. In den Gesamtzahlen fehlen unter anderem noch jene 100 Verwaltungsmitarbeiter, die noch beim Masseverwalter in Beschäftigung stehen. Insgesamt dürfte Summe auf mehr als 70 Millionen Euro anwachsen. (APA, 25.7.2013)

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