Santiago de Compostela: Wo der Jakobsweg endet

25. Juli 2013, 10:52
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Die 95.000-Einwohner-Stadt im äußersten Westen Europas empfängt jährlich eine Vielzahl an Pilgern

Santiago de Compostela - Santiago de Compostela ist die Hauptstadt der Autonomen Gemeinschaft Galicien in Nordspanien und liegt im äußersten Westen des europäischen Kontinents. Als Zielort des berühmten Jakobsweges und dank dem Prädikat Unesco-Weltkulturerbe empfängt die Metropole mit knapp 95.000 Einwohnern jährlich eine große Anzahl Reisende, viele davon Jakobspilger.

Im Jahr 2012 kamen nach Angaben des Vereins Jakobswege Österreich 192.488 Pilger in dem Wallfahrtsort an. Aus Österreich wurden 1.772 Pilger registriert. Diese Zahlen beziehen sich nach Angaben des Vereins auf Pilger, die zu Fuß (mehr als 100 km), per Rad (mehr als 200 km) oder auf dem Pferd in Santiago angekommen sind. Nicht berücksichtigt sind Jakobspilger, die Teilstrecken in Spanien, Frankreich, Portugal und dem übrigen Europa zurückgelegt haben.

Erzbischofssitz und Universitätsstandort

Die Stadt ist Erzbischofssitz und Standort der Universität Santiago de Compostela. Zum Wallfahrtsort wurde sie 830 ernannt, nachdem in einem Grab gefundene Gebeine dem Apostel Jakobus zugeschrieben wurden. Viele Pilger besuchen die Kathedrale, um dort eine große Sitzfigur des heiligen Jakobus zu umarmen und zu küssen.

Der Bahnhof der staatlichen Eisenbahngesellschaft Renfe befindet sich südlich der Altstadt. Bei dem schweren Zugsunglück am 24. Juli 2013 im städtischen Gebiet wurden mindestens 77 Menschen getötet. Alle Waggons des Zugs, der sich auf dem Weg von Madrid zur Küstenstadt El Ferrol befand, entgleisten. Ursache dürfte stark überhöhte Geschwindigkeit gewesen sein. (APA, 25.7.2013)

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