Ennstal Classic: Hinten drin statt nur dabei

Ansichtssache25. Juli 2013, 16:57
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1971 verdienten Stoßstangen ihren Namen noch. Eine Beule im Stangl des NSU 1200 TT ist alles, was bleibt, nachdem ihr eine Pagode bei der Ennstal Classic zu nahe kommt. Schmerzbefreit fahren die mehr als 200 Starter mit Oldtimern über Berge und Rennstrecken

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foto: wolf-dieter grabner

"Den 50er-Schnitt schaffen wir nur, wenn uns einer anschiebt." Die erste Sonderprüfung der Ennstal Classic führt auf den Stoderzinken. Auf einer Länge von mehr als acht Kilometer müssen wir mit dem NSU 1200 TT aus dem Jahr 1971 einen Schnitt von genau 48,2 km/h halten. Nach 500 Metern ist aber schon klar, das funktioniert nicht, mit einem Auto, das bergauf gerade einen 40er fährt.

Nach einem Kilometer hat uns der 911er, der 30 Sekunden nach uns gestartet ist, bereits überholt. Einen Kilometer weiter taucht ein Mercedes W 113 vulgo Pagode im Rückspiegel auf und füllt diesen bald zur Gänze aus. Die Straße ist eng, Platz zum Überholen gibt es nicht. Bei Kilometer 3,1 reißt dem Pagoden-Piloten der Geduldsfaden, er schert aus, beschleunigt und geht erst vom Gas, als die Stoßstange des NSU mit dem Stern-Scheinwerfer lautstark anbandelt.

"Hinten drin statt nur dabei." – "Ist Ehrgeiz also wirklich die letzte Bastion der Talentlosen?"

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