"Todesstrafe für Klimawandel-Leugner": Grazer Professor verletzte Dienstpflicht

24. Juli 2013, 18:43
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Protestnoten aus der ganzen Welt gegen Aufsatz "Death penalty for global warming deniers?"

Graz - Im Fall eines Professors an der Uni Graz, der auf dem Uni-Server die Todesstrafe für die Leugner des Klimawandels und den Papst als Kontrazeptionsgegner zur Diskussion gestellt hat, wurde das Disziplinarverfahren abgeschlossen. Die vom Wissenschaftsministerium eingesetzte Kommission hat entschieden, dass eine Dienstpflichtverletzung vorliegt. Eine Strafe wurde allerdings nicht verhängt, teilte die Universität Graz am Mittwoch mit.

Im Erkenntnis der Disziplinarkommission wird festgehalten, der Beamte habe "in seinem gesamten Verhalten darauf Bedacht zu nehmen, dass das Vertrauen der Allgemeinheit in die sachliche Wahrnehmung seiner dienstlichen Aufgaben erhalten bleibt". Diese Dienstpflicht wurde verletzt. Mögliche Konsequenzen wären eine Geldbuße oder auch eine Entlassung gewesen.

Der im Web veröffentlichte Beitrag des gebürtigen Australiers und Professors für Musikwissenschaft unter dem Titel "Death penalty for global warming deniers?" hatte zu Jahresende 2012 zu Protestnoten aus der ganzen Welt geführt. Primär zielte er auf Leugner des Klimawandels ab, doch wurde auch der Papst angeführt, weil er mit seiner Haltung zur Kontrazeption an Millionen Aids-Toten mitschuldig sei. (red, DER STANDARD, 25.7.2013)

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