Italienische Regisseure planen Protestakte

24. Juli 2013, 16:54
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Gegen Einschnitte bei Filmförderung

Rom - Angesichts von Einsparungen im Kulturhaushalt und bei der Filmförderung planen italienischen Regisseure Protestaktionen beim Filmfestival in Venedig (28. August bis 7. September). "Sollte sich ein Regierungsmitglied bei Filmpräsentationen in Venedig zeigen, werden wir aus Protest den Saal verlassen", kündigte Angelo Barbagallo, Präsident des Verbands der italienischen Filmproduzenten ANICA, an.

Zum Protest ruft auch der Regieverband "Centoautori" auf, der seit Jahren mehr finanzielle Unterstützung für das italienische Kino verlangt. Der Bewegung haben sich zahlreiche Regisseure und Drehbuchautoren angeschlossen, darunter auch Prominente wie Bernardo Bertolucci.

Gefordert wird unter anderem auch die Wiedereinführung von Steuerbegünstigungen; private Unternehmen, die Filme finanzieren, konnten bisher noch mit solchen rechnen. Eine weitere Maßnahme, die in den vergangenen Jahren eingeführt worden war und dann wieder gestrichen wurde, sah vor, dass TV-Unternehmen, die Teile ihres Gewinns in Filmproduktionen investieren, Steuererleichterungen von 40 Prozent erhalten.  (APA, 24.7.2013)

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