Vor Anklageerhebung in Causa Schillerplatz

24. Juli 2013, 16:09
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Immobiliendeal der Telekom Austria mit einer Firma im Einflussbereich des ehemaligen ÖBB-Chefs Huber im Fokus

Wien - Die Ermittlungen um einen Immobiliendeal der Telekom Austria mit einer Firma im Einflussbereich des ehemaligen ÖBB-Chefs Martin Huber (Causa Schillerplatz) sind abgeschlossen und stehen laut Kurier kurz vor einer Anklageerhebung. Demnach soll ein entsprechender Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft Wien vom Justizministerium genehmigt worden sein. Weder Staatsanwaltschaft Wien noch Justizministerium haben den Bericht auf Anfrage der Austria Presseagentur bestätigt. Man sei noch weit von dem Stadium entfernt, wo die Anklage den Parteien zugestellt werden könne, so der StA-Sprecher.

In der Causa Schillerplatz geht es um den Verkauf von zwei Etagen eines Wiener Stadtpalais der Telekom Austria an eine Firma im Einflussbereich des Ex-ÖBB-Chefs Huber. Laut "Kurier" will die Staatsanwaltschaft Wien gegen Ex-Telekom-Chef Heinz Sundt, seinen ehemaligen Vorstandskollegen Stefano Colombo sowie gegen Huber Anklage wegen Verdachts der Untreue bzw. Beihilfe zur Untreue erheben. Weiters soll Birgit Wagner, ehemalige Mitarbeiterin der Telekom-Immobilienabteilung und heute Chefin des ÖBB-Personenverkehrs, wegen Beweismittelfälschung und Begünstigung angeklagt werden. Gutachter Peter K. soll ebenfalls wegen Beweismittelfälschung vor Gericht gestellt werden, so die Zeitung. Für alle Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. Sie haben stets alle Vorwürfe zurückgewiesen.

Die Immobilie wurde von der Telekom um 5,4 Mio. Euro an die "Schillerplatz 4 Projektentwicklungs GmbH" verkauft. Etwas mehr als ein Jahr später wurde die Gesellschaft um knapp elf Mio. Euro an die Baufirma Seeste weiterverkauft. Untersucht wurde die Frage, ob die Telekom die Immobilie zu billig verkaufte und Huber davon profitierte. Der Käufer, die Baufirma Seeste, steht mit den ÖBB in engen Geschäftsverbindungen und ist einer der Großinvestoren beim Projekt des neuen Wiener Hauptbahnhofs. (APA, 24.7.2013)

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