"Twiplomacy"-Studie: Obama hat die meisten Follower, ist aber wenig vernetzt

24. Juli 2013, 15:37
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Zwei Drittel der Staatsoberhäupter nutzen Twitter zum diplomatischen Austausch

Burson-Marsteller veröffentlichte mit "Twiplomacy" eine globale Studie über die Präsenz und die Nutzung von Twitter durch Staatsoberhäupter. Mehr als drei Viertel der Politik-Persönlichkeiten verfügen demnach über einen Twitter-Account. Zwei Drittel unterhalten über diesen Kanal auch Beziehungen zu ihren Amtskollegen.

BarackObama hat mit 33 Millionen zwar die meisten Follower, er ist aber nicht so gut vernetzt wie andere Staatsmänner, lautet ein Ergebnis der Studie. Ihm folgen laut Burson-Marsteller nur zwei weitere Staatsoberhäupter, die wiederum ihm folgen - Jens Stoltenberg aus Norwegen und Dmitry Medvedev aus Russland. Dem Weißen Haus (@WhiteHouse) folgen 132 Amtskollegen, dem Außenministerium (@StateDept) 99. Das @WhiteHouse folgt drei weiteren Staatsoberhäuptern, das @StateDept folgt keinem anderen Außenministerium.

Viele Follower, wenig Interaktion

"Diese Studie veranschaulicht, wie Twitter und die sozialen Medien zu einem wesentlichen Bestandteil jeder integrierten Kommunikation von Regierungen und ihren Exponenten geworden sind", sagt dazu Nicole Bäck-Knapp, geschäftsführende Gesellschafterin bei Ecker & Partner, Österreichischer Affiliate von Burson-Marsteller. "Engagierte Bürger möchten sich auf Twitter mit ihren Politikern auseinandersetzen. Allerdings verwundert es, dass die Accounts mit der höchsten Anzahl von Followern die geringste Interaktion mit anderen Twitter-Nutzern aufweisen", so Judith Denkmayr, Geschäftsführerin von Digital Affairs.

Der Papst (@Pontifex) sei mit mehr als sieben Millionen Followern auf seinen neun Accounts "der zweitmeist gefolgte Worldleader". Seine auf Spanisch verfassten Tweets werden im Schnitt mehr als 11.000 Mal retweeted. Im Vergleich dazu erhalten die Tweets von @BarackObama durchschnittlich nur 2.309 Re-Tweets.  

Alle 45 europäischen Regierungen sind inzwischen offiziell bei Twitter vertreten. In Südamerika besitzen alle Länder mit Ausnahme von Surinam eine offizielle Twitter-Präsenz. In Nordamerika habe 79 Prozent, in Asien 74 Prozent und in Afrika 71 Prozent der  Regierungen einen Twitter-Account. (red, derStandard.at 24.7.2013)

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