Ibsens Protagonistinnen feministisch ausgelotet

24. Juli 2013, 15:00
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Fünf Circus- und Theaterkünstlerinnen sezieren die bürgerliche Moral zu Ibsens Lebzeiten neu: In der Fabrik Publik in der Seestadt Aspern

Fünf Circus- und Theaterkünstlerinnen setzen sich nun mit den Frauenfiguren des norwegischen Dramatikers Henrik Ibsen auseinander. Dabei wird einerseits das feministische Potenzial von Ibsens Frauenfigueren ausgelotet, andererseits suche sie nach Lebensbezügen aus deren Lebensrealitäten.

Henrik Ibsen zählt auch mehr als 100 Jahre nach seinem Ableben zu den meist inszenierten Theaterautoren der Welt. In seinen Stücken sezierte er die bürgerliche Moral und die Geschlechterrollen des ausklingenden 19. Jahrhunderts. Seine nach Freiheit und Selbstverwirklichung dürstenden weiblichen Charaktere halten der patriarchalen Gesellschaftsordnung den Spiegel vor und sorgten zu Lebzeiten Ibsens für zahlreiche Theaterskandale. 

Theatrales Werkzeug der Abstraktion

Die von der norwegischen Dramaturgin und Regisseurin Kirsti Ulvestad geleitete Aufführung im Rahmen der Summer-Flame Residenz III hat zwei Ziele vor Augen: Zum einen soll untersucht werden, wie sich Ausdrucksformen und Methoden des Theaters im zeitgenössischen Circus verankern lassen. Zum anderen geht es um die Etablierung des Circus als theatrales Werkzeug der Abstraktion: weg von Sprache, hin zu nonverbalen Dia- und Monologen. (red, dieStandard.at, 24.7.2013)

Summer-Flame Residenz III: Ibsen Research & Creation am 26. und. 27. Juli jeweils um 19.00 Uhr in der Fabrik Publik, Aspern Seestadt, (Seestadtstraße, 1220 Wien) / Residenzzeitraum bis 31. Juli

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Blog Aspern Seestadt

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