Freddie-Mercury-Film: Sacha Baron Cohen ausgeladen

24. Juli 2013, 14:20
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Weitere Projekte: Regie-Debüt von Mike Myers wird "Supermensch", Brad Anderson plant nach Poe-Verfilmung Indie-Thriller

Los Angeles/London/New York/Washington -  Sacha Baron Cohen wird nach "kreative Differenzen" mit den Bandmitgliedern von Queen doch nicht in der Rolle des legendären, 1991 an Aids gestorbenen Leadsängers Freddie Mercury vor der Kamera stehen. Der britische Schauspieler war seit 2010 für das Filmprojekt im Gespräch gewesen, er hatte es mit Drehbuchautor Peter Morgan für das Sony-Studio entwickelt, für die Regie zählt Tom Hooper zu den Kandidaten. Das Filmportal "Deadline.com" berichtete, dass die Musiker Brian May, John Deacon und Roger Taylor sich eine jugendfreie Version der Geschichte wünschten, wohingegen Cohen und Morgan in Richtung eines R-Ratings arbeiteten. Den Bericht über das von den Queen-Bandmitgliedern ausgeübte Veto-Recht bestätigte Cohen-Sprecher Matthew Labov nun, ohne weitere Details zu nennen. 

"Supermensch"

Der aus Erfolgskomödien wie "Wayne's World" und der "Austin Powers"-Trilogie bekannte kanadische Komiker Mike Myers  will erstmals Regie führen. Myers plane einen Dokumentarfilm namens "Supermensch" (sic!) über das Leben des Musikagenten Shep Gordon, der unter anderem mit Alice Cooper und Blondie arbeitete, berichtete die "New York Times".  Er habe Gordon Anfang der 90er-Jahre am Set von "Wayne's World" kennengelernt, sagte Myers: "Seit zehn Jahren versuche ich ihn dazu zu überreden, dass er mich einen Film über ihn machen lässt. Letztes Jahr hat er endlich 'Ja' gesagt. Ich habe ihn schon wie einen Bruder geliebt, bevor ich mit dem Film begonnen habe, aber jetzt wo ich durch sein ganzes Leben und sein Wirken gegangen bin, liebe ich ihn noch mehr." 

"Restart" nach "Eliza Graves"

US-Regisseurs Brad Anderson ("The Call - Leg nicht auf!" läuft derzeit  in den heimischen Kinos), wird  mit "Restart" einen Independent-Krimi in Angriff nehmen, berichtet "Variety". Die Romanvorlage "No Way Back" dreht sich um einen Manager in einer Midlifekrise, der sich in einem neuen Job beweisen will. Dabei stellt er fest, dass sein gesamtes Leben von einer kriminellen Bande gesteuert wird. Anderson, der durch eher dunkle Filme wie "The Machinist" und "Die Herrschaft der Schatten" bekannt wurde, dreht derzeit den Horrorstreifen "Eliza Graves" nach einer Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe. Dafür treten Kate Beckinsale, Michael Caine und Ben Kingsley vor die Kamera. Über die Besetzung und den Drehstart für "Restart" wurde noch nichts bekannt.

"Into the Woods"

In der geplanten Verfilmung des Broadwaymusicals "Into the Woods" soll Nachwuchsstar Billy Magnussen  für Jake Gyllenhaal  einspringen. "Deadline.com" zufolge verhandelt Magnussen mit dem Disney-Studio um die frei gewordene Prinzenrolle. Stars wie Meryl Streep, Johnny Depp, Chris Pine, Anna Kendrick und Emily Blunt haben bereits ihre Mitarbeit zugesagt. Rob Marshall, der den vierten "Fluch der Karibik"-Streifen inszenierte, will ab Herbst in London drehen.  Das 1987 in New York uraufgeführte Märchenspektakel von Musicalkomponist Stephen Sondheim handelt von einem Bäcker und seiner Frau, die infolge eines Fluches zur Kinderlosigkeit verdammt sind. Um sich von der Verwünschung zu befreien, müssen sie einer Hexe vier Gegenstände beschaffen. Dabei treffen sie auf Märchenfiguren wie Rotkäppchen, Rapunzel und Aschenputtel.

"Business Trip"

Hollywood-Komiker Vince Vaughn  bekommt mit Dave Franco für seine nächste Komödie Verstärkung. "Variety" zufolge soll der jüngere Brüder von Hollywoodstar James Franco in "Business Trip" als Co-Star mitspielen. Die Story handelt von einem US-Geschäftsmann, dessen Europareise im Chaos endet. Der Kanadier Ken Scott ("Starbuck") führt Regie. Der 28-jährige Dave Franco ist in Hollywood groß im Kommen. An der Seite von Jesse Eisenberg, Morgan Freeman und Michael Caine ist er derzeit im Bankräuberstreifen "Die Unfassbaren" als  Taschendieb zu sehen.  (APA, 24.7.2013)

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    Sacha Baron Cohen bewies schon 2006 bei seiner "Borat"-PR-Kampagne ein großes Talent für den Freddie-Mercury-Stil. Nach dem Veto der Queen-Musiker stellt sich die Frage, ob die Filmproduktionsfirmen ein Mercury-Biopic ohne ihn für sinnvoll halten. 

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