Springer legt in Berlin Redaktionen von "B.Z." und "Bild" zusammen

24. Juli 2013, 12:58
5 Postings

50 Jobs betroffen - Neues Redaktionsbüro in Los Angeles - "Bild"-Chefredakteur wird auch Herausgeber der "B.Z."

Berlin - Axel Springer legt in Berlin die Redaktionen der Boulevardzeitungen "B.Z". und "Bild" zusammen, die Inhalte werden ab November in einer gemeinsamen Redaktion produziert. 50 Jobs werden im Zuge der Zusammenführung abgebaut. Mit der Zusammenarbeit entsteht die größte Regionalredaktion für Berlin. "Beide Titel behalten ihre publizistische Eigenständigkeit", heißt es.

Die Online-Bereiche der Titel werden komplett zusammengeführt. Die "B.Z." übernimmt die Redaktionssysteme von "Bild' für die Produktion der gedruckten Zeitung und für den Internet-Auftritt. Alle Mitarbeiter der "B.Z." ziehen am 3. November vom Kurfürstendamm zurück in das Axel-Springer-Haus Berlin.

Diekmann wird auch Herausgeber der "B.Z."

"Mit dem Schulterschluss zwischen "B.Z." und "'Bild' bündeln zwei starke Marken am umkämpften Berliner Zeitungsmarkt ihre journalistischen Kräfte. Damit schaffen wir die idealen Voraussetzungen, um auf allen Medienkanälen zukünftig noch schneller und näher bei unseren Lesern zu sein", sagt dazu Peter Huth, Chefredakteur der "B.Z." und künftig zusätzlich Stellvertreter des "Bild"-Chefredakteurs Kai Diekmann. Kai Diekmann wird gleichzeitig auch Herausgeber der "B.Z."

Neben den Veränderungen in Berlin sollen auch die regionalen Redaktionsstrukturen "optimiert und angepasst" werden. So sollen in Hamburg (Nord), Essen (NRW), Frankfurt (Südwest), München (Süd) und Leipzig (Ost) neue Redakteursstellen für die Online-Berichterstattung entstehen. 

Büro in Los Angeles

In Hinblick auf das Ziel, eine 24-Stunden-Online-Berichterstattung zu etablieren, wird am im September ein neues Büro in Los Angeles eröffnet. Das Korrespondentenbüro in Rom wird geschlossen.

"'Bild' ist immer dort, wo die Leser sind. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, muss sich die Redaktion ständig verändern und neu erfinden. Mit unserer neuen regionalen und internationalen Aufstellung schaffen wir uns Spielraum und bessere Möglichkeiten, um uns in der journalistischen Arbeit noch mehr auf die Nutzungsgewohnheiten und Erwartungen unserer Leser einzustellen. Außerdem können wir neben der gedruckten Zeitung noch konsequenter alle digitalen Plattformen bedienen", sagt Diekmann zu den Veränderungen. (red, derStandard.at, 24.7.2013)

Share if you care.