"Spielberg mit Kitzbühel vergleichbar"

Ansichtssache24. Juli 2013, 13:18
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Laut Ökonom Schwillinsky wird sich die jährliche Bruttowertschöpfung verdoppeln - Mit aktueller Ansichtssache von der Strecke

Spielberg - Dem Formel-1-Comeback in Österreich dürfte nicht mehr viel im Weg stehen, entspricht doch die Rennstrecke den FIA-Auflagen. Um für die Königsklasse tatsächlich gerüstet zu sein, sind jedoch noch ein paar Umbauarbeiten nötig, so müssen etwa Tribünen und das Pressezentrum erweitert werden.

Für die Region rund um den Ring sollte sich die Rückkehr der Formel 1 positiv auswirken, sagte Florian Schwillinsky vom International Central Europe Institute (ICEI). Komme der Grand Prix zusätzlich zum bisherigen Programm auf den Red-Bull-Ring, bedeute das eine Verdopplung der jährlichen Bruttowertschöpfung, die für 2012 mit 43 Millionen Euro errechnet wurde. "Vorsichtig geschätzt, wobei man noch nicht weiß, wie der Veranstaltungskalender ausschaut", so Schwillinsky, dessen Institut im Auftrag des Landes Steiermark das Projekt Spielberg begleitet.

Positive Auswirkungen auf Wirtschaft erwartet

"Die Formel 1 hat eine Ausstrahlung auf die Region, die sich gewaschen hat", sagte Schwillinsky am Mittwoch. Eine 2012 von ihm vorgelegte Studie, die nur die quantitativen Effekte des Projekts berücksichtigte, kam zu dem Ergebnis, dass jeder Förder-Euro 22 Euro an privater Nachfrage stimuliere. 13 Millionen Euro könnten an Steuereinnahmen lukriert werden.

Direkt am Ring seien 200 Mitarbeiter beschäftigt, in der Tourismus- und Freizeitbranche der Region seien etwa 600 neue Jobs entstanden, so der Ökonom. "Der internationale Werbewert, der Imagewert, der durch die Formel 1 hinzukäme, ist mit Kitzbühel vergleichbar." (APA/red, derStandard.at, 24.7.2013)

Die Hinweistafel bei der Einfahrt.

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Der Einfahrtstunnel.

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Die Start-Ziel-Gerade. Seit dem vorerst letzten Formel-1-Rennen 2003 hat sich die Strecke nicht verändert: Sie ist nach wie vor 4,318 Kilometer lang.

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Die Boxengasse. Während die Strecke in den letzten Jahren unverändert blieb, wurde das "Drumherum" mit zig Millionen Euro von Red Bull neu gestaltet.

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Das Renn-Kontroll-Zentrum. Die sogenannte Race Control verfolgt nach FIA-Standards auf 42 Monitoren und mit 26 Kameras das Renngeschehen.

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Instandhaltungsarbeiten auf der Strecke.

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Das medizinische Zentrum von außen.

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Das medizinische Zentrum von innen. Die Ausstattung mit Ultraschall und spezieller Dusche bei Verbrennungen entspricht zwar nicht den Bedingungen eines Spitals, reicht aber für eine Erstversorgung völlig aus.

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Da bisher maximal 40.000 Zuschauer pro Tag am Ring erlaubt sind, sind auch entsprechend wenige Tribünen aufgebaut: Die Start-Ziel-Gerade wird von rund 3.100 Sitzplätzen flankiert, die Tribüne neben der Castrol-Kurve bietet 2.000 bis 2.500 Zuschauern Platz. Die Red-Bull-Tribüne an der schnellsten Stelle der Strecke, kurz vor der Remus-Kurve, fasst 14.000 Zuschauer. Samt Stehplätzen immer noch weit zu wenig für die Königsklasse des Motorsports.

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Die relativ bescheidene Start-Ziel-Tribüne.

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Das Pressezentrum. Die Räume für Medien bieten bisher 160 Journalisten Platz, zu wenig für den Ansturm bei einem Grand Prix.

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Das Wahrzeichen des Rings.

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Ein Überblick über den Red-Bull-Ring.

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