SEEMO protestiert gegen U-Haft für mazedonischen Journalisten

24. Juli 2013, 11:08
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"Äußerst negative Auswirkung" auf Medienfreiheit in Mazedonien

Skopje - Die in Wien ansässige Südosteuropäische Medienorganisation (SEEMO) hat gegen die andauernden Untersuchungshaft für den mazedonischen Journalisten Tomislav Kezarovski protestiert. Der Mitarbeiter der Tageszeitung "Nova Makedonija" befindet sich seit Ende Mai in Haft. Das zuständige Gericht in der Stadt Veles soll diese Woche über eine mögliche Verlängerung der U-Haft um weitere 30 Tage entscheiden.

Kezarovski war unter dem Verdacht festgenommen worden, im Jahre 2008 in einem Bericht für die damalige Zeitschrift "Reporter 92" die Identität eines geschützten Zeugen in einem Mordfall enthüllt zu haben. Der geschützte Zeuge bestätigte im Februar dieses Jahres vor Gericht, dass er eine falsche Aussage gemacht hatte.

Der Fall Kezarovski würde eine "äußerst negative Auswirkung" auf die Medienfreiheit in Mazedonien haben, kritisierte der SEEMO-Generalsekretär Oliver Vujovic laut einer Aussendung der Organisation. Mit dem verhafteten Journalisten haben sich in den vergangenen Wochen nicht nur seine mazedonischen Berufskollegen, sondern auch Journalistenverbände in der Region solidarisiert. Mazedonien ist seit Ende 2005 ein EU-Beitrittskandidat. (APA, 24.7.2013)

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