EU-Initiative gegen Gewalt an Frauen im Kongo

24. Juli 2013, 10:07
7 Postings

25 Millionen Euro sollen für spezielle Polizeieinheiten, Bildung und Beratung von Opfern und Zeugen verwendet werden

Brüssel/Kinshasa - Die EU startet mit 25 Millionen Euro eine neue Initiative gegen Gewalt an Frauen in der Demokratischen Republik Kongo. In dem von Konflikten zerrütteten Land sei diese Art von Gewalt trotz verschiedener Initiativen in den vergangenen zehn Jahren weiter "sehr ausgeprägt", begründete die Brüsseler EU-Kommission am Dienstag die Initiative. Sie setzt bei der Bildung und bei der Polizei an.

Es gebe einen direkten Zusammenhang zwischen der Schulbesuchsquote und Gewalt gegen Frauen, erläuterte der Sprecher von Entwicklungskommissar Andris Piebalgs. Demnach nimmt die Gewalt ab, je mehr Kinder zur Schule gehen. Bei dem von der EU unterstützten Programm sollen die Beziehungen von Mann und Frau und vor allem die Rechte der Frauen in die Vermittlung von Werten an die Schüler einfließen, sagte der Sprecher.

Beratung von Opfer und Zeugen verbessern

Der zweite Ansatzpunkt sind bereits bestehende Polizeieinheiten, die auf die Bekämpfung von Gewalt gegen Mädchen und Frauen spezialisiert sind. Das Geld aus dem EU-Haushalt soll hier etwa dazu verwendet werden, die Beratung von Opfern und Zeugen von Gewalt an Frauen zu verbessern. Die EU arbeitet bei der Initiative außer mit den kongolesischen Behörden mit dem Kinderhilfswerk UNICEF und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zusammen. (APA, 24.7.2013)

Share if you care.