AktivistInnen wegen "Homosexuellen-Propaganda" bestraft

24. Juli 2013, 09:43
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Zum ersten Mal seit Inkrafttreten des Gesetzes wurden AusländerInnen in Russland mit drei Jahre Einreiseverbot bestraft

Moskau - Erstmals seit Inkrafttreten eines umstrittenen Verbots von "Homosexuellen-Propaganda" hat Russland vier Ausländer wegen Verstoßes gegen das Gesetz bestraft. Die niederländischen Lesben- und SchwulenrechtsaktivistInnen dürften drei Jahre lang nicht mehr nach Russland einreisen, sagte ein Sprecher der Migrationsbehörde in Moskau am Dienstag. Deutschland warnt in einem Reisehinweis Schwule und Lesben vor dem Gesetz.

Die zwei Frauen und zwei Männer hätten gegen die Visumvorschriften verstoßen, sagte der Behördensprecher. Anstatt sich wie im Visumantrag angegeben um Kulturaustausch zu kümmern, hätten sie in einem Jugendlager nahe der nordrussischen Großstadt Murmansk mit Minderjährigen über Homosexualität gesprochen. Das ist laut dem von Kremlchef Wladimir Putin unterzeichneten Gesetz unter Androhung einer Geldstrafe verboten.

Dokumentarfilm beschlagnahmt

Camp-Veranstalter Sergej Alexejenko wies die Vorwürfe als "Humbug" zurück. In dem Lager seien keine Minderjährigen gewesen. Die Niederländer waren wegen der Städtepartnerschaft mit Groningen nach Murmansk gekommen. Dort drehten sie einen Dokumentarfilm über Lesben und Schwule, der beschlagnahmt wurde. (APA, 24.7.2013)

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