Juve vor Bayern Nummer eins der Money-Maker

23. Juli 2013, 20:01
71 Postings

Über 65 Millionen kassierte Italiens Meister in der CL-Saison 2012/13 und liegt damit noch vor dem sportlichen Sieger

Nyon - Juventus Turin hat die Champions League gewonnen: Der italienische Rekordmeister kassierte in der abgelaufenen Saison aus Antritts- und Erfolgsprämien sowie aus Market-Pool-Zahlungen 65,315 Millionen Euro und ist damit die Nummer eins des Marie-Rankings. Nur auf Platz zwei in dieser Wertung: Bayern München. Der Titelträger darf immerhin noch 55,046 Millionen nach Hause tragen. Soweit die Zahlen, die der europäische Fußball-Verband (UEFA) am Dienstag veröffentlichte.

Grund für die Differenz ist der sogenannte Market-Pool, aus dem die UEFA die Gelder aus den TV-Einnahmen verteilt. An Juventus, das im Viertelfinale am deutschen Rekordmeister gescheitert war, gingen hier 44,815 Millionen Euro, an die Bayern 19,146 Millionen.

Die große Differenz hängt damit zusammen, dass der italienische Markt im Vergleich mit dem deutschen höher bewertet wurde und sich Juventus zudem die für Italien bestimmten Gelder nur mit dem AC Mailand teilen musste. In Deutschland kassierten neben den Bayern noch Borussia Dortmund und Schalke 04 mit. Der unterlegene Finalist Dortmund bekam insgesamt 54,161 Millionen Euro zugesprochen und landete auf Gesamtrang drei.

Kratzen an der Milliarde

Insgesamt schüttete die UEFA die Rekordsumme von 904,6 Millionen Euro an die 32 Teams aus - knapp sechs Millionen Euro weniger als vor der Saison angekündigt, aber immer noch etwa 147 Millionen Euro mehr als in der Spielzeit 2011/12. 409,6 Millionen Euro stammen aus dem Market-Pool, 495 Millionen aus dem Prämien-Topf. Jedes Team kassierte mindestens 8,6 Millionen Euro Antrittsgeld.

Auch in der Europa League durfte sich nicht der Gewinner über das meiste Geld freuen. Chelsea kassierte etwas mehr als 10,7 Millionen und damit etwas weniger als Halbfinalist Fenerbahce Istanbul (fast 11,2 Millionen), Gegner von Red Bull Salzburg in der bevorstehenden dritten Qualifikationsrunde für die Saison 2013/14. Finalist Benfica Lissabon erhielt rund 5,7 Millionen.

Auch für Rapid blieb etwas übrig

Ausgeschüttet wurden hier insgesamt 209 Millionen - und auch Rapid ging nicht ganz leer aus. Die Hütteldorfer sammelten aus sportlicher Sicht 1,5 Millionen Euro ein (1,3 Millionen für die Teilnahme plus 200.000 Euro für einen Sieg in der Gruppenphase), dazu kamen 380.786 Euro aus dem Market-Pool. (sid/APA/red, derStandard.at, 23.7.2013)

Die größten Profiteure der Champions League 2012/13

 1. Juventus Turin 65,315 Millionen Euro
 2. Bayern München 55,046
 3. Borussia Dortmund 54,161
 4. AC Mailand 51,357
 5. Real Madrid 48,441
 6. FC Barcelona 45,508
 7. Paris St. Germain 44,690
 8. Manchester United 35,555
 9. Montpellier HSC 32,352
10. FC Malaga 32,107
Share if you care.