Russland: Ausländer wegen "Homo-Propaganda" bestraft

23. Juli 2013, 17:55
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Drei Jahre Einreiseverbot für niederländische Aktivisten

Moskau - Erstmals seit Inkrafttreten eines umstrittenen Verbots von "Homosexuellen-Propaganda" hat Russland vier Ausländer wegen Verstoßes gegen das Gesetz bestraft. Die niederländischen Homosexuellen-Aktivisten dürften drei Jahre lang nicht mehr nach Russland einreisen, sagte ein Sprecher der Migrationsbehörde in Moskau am Dienstag der Agentur Interfax. Deutschland warnt in einem Reisehinweis Schwule und Lesben vor dem Gesetz.

Die zwei Frauen und zwei Männer hätten gegen die Visumvorschriften verstoßen, sagte der Behördensprecher. Anstatt sich wie im Visumantrag angegeben um Kulturaustausch zu kümmern, hätten sie in einem Jugendlager nahe der nordrussischen Großstadt Murmansk mit Minderjährigen über Homosexualität gesprochen. Das ist laut dem von Kremlchef Wladimir Putin unterzeichneten Gesetz unter Androhung einer Geldstrafe verboten.

Camp-Veranstalter Sergej Alexejenko wies die Vorwürfe auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa als "Humbug" zurück. In dem Lager seien keine Minderjährigen gewesen. Die Niederländer waren wegen der Städtepartnerschaft mit Groningen nach Murmansk gekommen. Dort drehten sie einen Dokumentarfilm über Homosexuelle, der beschlagnahmt wurde. (APA, 23.7.2013)

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    Aktivisten protestieren am Moskauer Roten Platz mit einem Banner ("Homophobie - Die Religion der Tyrannen") gegen die Diskriminierung von Homosexuellen.

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