"Prinzessin oder Prinz?"

23. Juli 2013, 17:08
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"Thema": Dummerweise gab es nicht viel zu sagen, aber Geburt ist schließlich Geburt

Es gibt Dinge, die besitzen eine gewisse Relevanz: Die Frage zum Beispiel, ob Bürgerwehren Sicherheit bieten oder (zumal wenn bewaffnet) eher eine Gefahr sind. Oder wie das eigentlich für eine Frau ist, wenn der Angetraute plötzlich selbst lieber eine Frau sein will.

Nach der Reihung und dem Einstieg von Christoph Feurstein Montagabend in "Thema" zu urteilen, gibt es aber Wichtigeres. "Wird es eine Prinzessin oder ein Prinz? Das ist jetzt noch die letzte Frage, die sich Großbritannien und die ganze Welt stellen."

Dummerweise konnte man diese Frage zu dem Zeitpunkt noch nicht beantworten, und abgesehen davon gab es einfach nicht viel zu sagen. Um die Sache zu unterfüttern, befragte man die Windsor’sche Familienchronik, die diesbezüglich einiges zu bieten hat. Was sind die Kinder nicht grauslich erzogen worden. Der eine hat gestottert (George VI.), der andere (Eduard VIII.) war psychisch auch nicht ganz auf der Sonnenseite. Prinz Charles wurden als Kind nicht einmal die abstehenden Ohren operiert!

Schwieriger gestaltete sich die Berichterstattung aus London. Zu sehen: Campierende Journalisten. In Union-Jack-Fahnen gehüllte Untertanen. Korrespondentin Bettina Madlener konnte trotz flehentlicher Fragen ("Ist das Baby endlich da?") nicht viel Neues bieten. Und behalf sich damit, die Sache aus ihrem eigenen Blickwinkel zu betrachten. Immerhin hat sie selbst in London ein Kind zur Welt gebracht. Und Geburt ist schließlich Geburt.

Zum Glück gab es dann doch noch ein Happy End. Nach dem nächsten Beitrag durfte Feurstein verkünden, dass ein Prinz geboren wurde. Um 16.24 Uhr Ortszeit - er war während der ganzen Zeit schon auf der Welt. (Andrea Heinz, DER STANDARD, 23.7.2013)

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