Progress-50 wird die Raumstation verlassen

23. Juli 2013, 16:11
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Versorgungsaktivitäten in dieser Woche werden von NASA TV live im Internet übertragen

"Schichtwechsel" im All: Nach mehr als fünfmonatiger Andockzeit wird die Progress-50 am Donnerstag (25. Juli) vom Pirs-Modul der Internationalen Raumstation ISS abdocken. NASA TV wird ab 22:30 Uhr MESZ live berichten. Das Abdocken ist für 22:43 Uhr MESZ geplant. Der unbemannte russische Raumfrachter wird, befüllt mit Abfällen der Station, beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre über dem Pazifischen Ozean verglühen.

Weitere Versorgungsgüter für die Raumstation

Damit wird das Pirs-Modul für das nächste Andockmanöver bereit sein: Progress-52 wird mit einer Fracht von knapp drei Tonnen (u.a. Lebensmittel, Treibstoff und Geräte für wissenschaftliche Experimente) am Samstag (27. Juli) um 22:45 Uhr MESZ mit Hilfe einer Sojus-Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abheben. Rund um den Raketenstart wird NASA TV ab 22:30 MESZ live berichten.

Verläuft alles nach Plan, wird der Frachter auf seiner sechsstündigen Reise zur ISS die Erde vier Mal umrunden. Das Andocken ist für Sonntag um 4:26 Uhr MESZ geplant - NASA TV wird ab 3:45 Uhr MESZ berichten. 

Hintergrund ISS

Seit Ende Mai ist die Raumstation mit sechs RaumfahrerInnen wieder voll besetzt - derzeit arbeiten auf dem "Außenposten der Menschheit" in rund 400 Kilometern Höhe: Pawel Winogradow, Alexander Missurkin und Fjodor Jurtschichin aus Russland, ESA-Astronaut Luca Parmitano aus Italien sowie Karen Nyberg und Chris Cassidy aus den USA. Die Erdbeobachtung gehört zu den wichtigsten Forschungsbereichen an Bord der einzigartigen globalen Forschungseinrichtung.

Erst vor einer Woche haben die im Rahmen dieses Projekts zusammenarbeitenden Raumfahrtagenturen eine Erklärung über den Nutzen der Raumstation bei Naturkatastrophen auf der Erde abgegeben: "Die ISS umrundet die Erde alle 90 Minuten in einer Höhe von 400 km und bietet einen einzigartigen Blickwinkel für Bildaufnahmen, die Rettungskräfte bei der Ermittlung der im Fall von Wirbelstürmen, Überschwemmungen, Erdbeben, Tsunamis, Großbränden und anderen Naturkatastrophen bedürftigsten Regionen unterstützen können." Für diese Aufgaben sollen in Kürze weitere Sensoren einsatzbereit sein. (dy, derStandard.at, 23.7.2013)

  • Die Progress-50 - hier noch beim Andocken an die ISS im Februar - wird bald beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen.
    foto: nasa tv

    Die Progress-50 - hier noch beim Andocken an die ISS im Februar - wird bald beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen.

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