Irak: Al-Kaida bekennt sich zu Gefängniserstürmungen

23. Juli 2013, 14:42
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Mehr als 500 Gefangene sind durch Angriffe freigekommen

Bagdad - Der irakische Ableger des Terrornetzes Al-Kaida hat sich zur spektakulären Erstürmung zweier Gefängnisse im Irak bekannt. Bei den massiven Angriffen auf die Haftanstalten in Abu Ghraib und Taji bei Bagdad waren in der Nacht zum Montag mehr als 500 Gefangene, darunter mehrere zum Tode verurteilte Terroristen, entkommen und Dutzende Wachleute getötet worden.

"Nach monatelanger Planung und Vorbereitung haben die Muhadschedin-Brigaden zwei der größten Gefängnisse des Landes angegriffen", hieß es in einer Mitteilung der Organisation Islamischer Staat des Iraks und der Levantine, die am Dienstag auf einer Jihadisten-Webseite veröffentlicht wurde.

Der irakische Al-Kaida-Ableger nutzt die sunnitischen Siedlungsgebiete im Westen und Norden des Iraks als Operationsbasis. Er führt einen blutigen Krieg des Terrors und der Anschläge gegen die schiitisch dominierte Regierung in Bagdad. Immer wieder werden schiitische Heiligtümer oder Marktplätze in schiitischen Städten mit Autobomben und Selbstmordattentätern angegriffen. Zu Jahresbeginn gab der Islamische Staats des Iraks seine Verschmelzung mit Al-Kaida-nahen Gruppen im benachbarten Syrien bekannt. Die Organisation nennt sich seitdem Islamischer Staat des Iraks und der Levantine. (APA, 23.7.2013)

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