Heimische Konsumenten vertrauen viel

24. Juli 2013, 08:14
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Österreichs Konsumenten sind recht zufrieden, zeigt das von der EU-Kommission erfasste Verbrauchervertrauen

Brüssel/Wien - Österreich rangiert in dem jüngsten von der EU-Kommission erfassten Verbraucherbarometer an achter Stelle unter den 28 EU-Staaten. Die am Dienstag in Brüssel vorgestellte Erhebung, die sich auf das Jahr 2012 bezieht, erfasst Vergleichsmöglichkeiten, Vertrauen in Händler, Probleme und Beschwerden sowie Zufriedenheit mit dem jeweiligen Marktangebot.

Spitzenreiter in der EU ist Luxemburg mit 82,3 von 100 Punkten. Dahinter folgen Deutschland, Estland, Finnland, Malta, Großbritannien und Frankreich. Als nächstes kommt Österreich mit 77,8 Punkten. In der vorangegangenen Untersuchung vom Vorjahr lag die Alpenrepublik noch auf dem 16. Rang in der EU. Schlusslicht in dem EU-Verbraucherbarometer ist Bulgarien, das auf 71,6 Punkte kommt.

Nur 35 Prozent der europäischen Verbraucher hätten das nötige Vertrauen, um online etwas in einem anderen EU-Land zu bestellen, beklagte die EU-Kommission. Der Anteil der Verbraucher, die an grenzüberschreitenden Einkäufen teilnehmen, stieg demnach gegenüber dem Vorjahr von 9,6 Prozent auf 11 Prozent. Im eigenen Land stiegt der Anteil am Online-Handel von 38 Prozent auf 41 Prozent. Sieben von zehn Konsumenten würden nicht wissen, was zu tun sei, wenn sie Produkte erhalten, die sie nicht bestellt haben, erklärte die Kommission.

Umweltbewusstsein steigt

Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) sieht die Arbeit der österreichischen Verbraucherschutzeinrichtungen durch die Untersuchung bestätigt. So hätten 88 Prozent der befragten Österreicher angegeben, bei Verbraucherproblemen aktiv zu werden. Das Vertrauen in die österreichischen Konsumentenschutzorganisationen sei auf 84 Prozent gestiegen. Auch das Umweltbewusstsein der österreichischen Konsumenten habe signifikant zugenommen. 50 Prozent der Verbraucher würden beim Kauf die Auswirkungen auf die Umwelt berücksichtigen.

Konkret werden die verschiedenen Märkte sehr unterschiedlich beurteilt. Bei Waren nehmen in Österreich die Märkte für nicht-alkoholische Getränke, Brillen und Linsen sowie für Bücher, Magazine und Zeitungen einen Spitzenplatz in der Konsumentenbewertung ein, während Bekleidung und Schuhe, Gebrauchtwagen und Treibstoffe für Fahrzeuge ganz unten liegen. Bei Dienstleistungen werden Kultur- und Unterhaltungsangebote, Pflege und Urlaubsunterkünfte top bewertet, schlecht schneiden dagegen die Märkte für Mobiltelefonie, Finanzprodukte und Privatpensionen sowie für Immobilien ab. (APA, 23.7.2013)

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    Kultur- und Unterhaltungsangebote, Pflege und Urlaubsunterkünfte top - Mobiltelefonie, Finanzprodukte eher flop, das meinen die Österreicher.

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