Wiener Popfest: 45 Gratis-Konzerte und eine Gewitterwarnung

23. Juli 2013, 12:54
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Viertägiges Musikfestival startet am Donnerstag - Eröffnungsabend bringt Bauchklang, HVOB, Müßig Gang, Ernesty International und eventuell Regen

Wien - Ab Donnerstag wird der Karlsplatz erneut vier Tage lang zur Spielwiese für heimische Musikschaffende. Das Wiener Popfest präsentiert in seiner inzwischen vierten Auflage 45 Live-Acts an sechs Locations. Herzstück des Festivals, das von Elektronik über Indie-Rock bis Singer-/Songwritertum ein breites Genrespektrum abdeckt, ist die Seebühne vor der barocken Karlskirche. Dort spielen am Eröffnungsabend die Steaming Satellites, Bauchklang und Her Voice Over Boys (HVOB). Die Partylaune könnte allerdings etwas getrübt werden. Die Meteorologen prognostizieren nämlich Blitz und Donner.

Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sind am Donnerstag "gewittrige Schauer nicht auszuschließen". Sogar ein bisschen Hagel sei möglich. Zumindest temperaturmäßig dürfte es etwas angenehmer als die Tage davor und danach werden. 25 Grad werden für den Abend vorausgesagt.

Genre-Vielfalt

Mitunter treibt einem das Line-up dann doch die eine oder andere Schweißperle auf die Stirn. Denn losgelegt wird um 18.30 Uhr gleich mit einer Portion Indie-Rock der Steaming Satellites, gefolgt von den Beatbox-Größen Bauchklang und den durchaus entschleunigten Elektronik-Lounge-Soundbastlern von HVOB.

In den diversen Indoor-Locations geht es täglich bis tief in die Nacht weiter. Im TU-Prechtlsaal kann man etwa das von Loops und Geräuschbeiwerk nur so strotzende Frauenduo Fijuka (1.00 Uhr) entdecken. Das Wien Museum dient Skeros Wienerlied-Projekt Müßig Gang als Bühne (0.30 Uhr), während im brut die Singer- und Songwriterei dank Bernhard Schnur samt Band (1.00 Uhr) und Ernesty International (2.00 Uhr) Einzug hält.

Die Genre-Vielfalt zieht sich auch durch die restlichen drei Tage des Gratis-Festivals, das heuer vom Elektronik-Pionier und viel beschäftigten Produzent Patrick Pulsinger kuratiert wurde. Stromgitarriges von den Sex Jams, Electrohouse von A.G. Trio und Dialekt-Hip-Hop von Monobrother am Freitag, Dubstep mit österreichischen Rap-Einschüben a la Atomique feat. P.tah & Con und Retro-Bluesrock vom Sado Maso Guitar Club am Samstag sowie Analogpop von Dawa und eine knackig-minimalistische Gitarren-Schlagzeug-Kombi nach dem bewährten White Stripes-Modell von Ash My Love am Sonntag.

Wieder im Programm: "Popfest Sessions"

Wobei der letzte Tag des Konzertreigens musikalisch nur noch spärlich programmiert ist. Dafür wird zum krönenden Abschluss erstmals die Karlskirche mit zwei Gigs bespielt - u.a. von Ex-Bunny-Lake-Frontfrau Teresa Rotschopf alias O.

Ergänzend zu den Live-Auftritten stehen auch dieses Jahr wieder "Popfest Sessions" am Programm, die sich in Form von Podiumsgesprächen an der Theorie abarbeiten. Nachgedacht wird in der Kunsthalle heuer u.a. über das Verhältnis zwischen Pop und Klassik, die (Nicht-)Rezeption heimischen Schaffens in Film und Fernsehen oder über alternative Finanzierungsformen für Musiker und Bands - beispielsweise durch "Crowdfunding".

Im Vorjahr lockte das Popfest rund 50.000 Menschen auf den Karlsplatz. Dieses Jahr stehen laut Festivalleiter Christoph Möderndorfer "schwache 250.000 Euro" Budget zur Verfügung. (APA, 23.7.2013)

Als Einstimmung zum Popfest können Sie hier die Songs einiger Artists im Spotify-Stream hören:

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    Im Vorjahr lockte das Popfest rund 50.000 Menschen auf den Karlsplatz.

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