Voestalpine zu neuem Bußgeld verdonnert

23. Juli 2013, 12:16
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Ebenso wie ihr Konkurrent Thyssen fassen die Österreicher eine neue Millionenstrafe aus

In der Causa Schienenkartell - sprich der Preisabsprache mehrerer europäischer Stahlkonzerne, darunter die Voestalpine - ist der nächste Strafzettel an die Linzer ergangen. Das deutsche Bundeskartellamt belegte die Voestalpine mit einer Geldbuße von 6,4 Millionen Euro, abgestraft wurde damit der Teilbereich "Privatmarkt". Schon einmal mussten die Stahlkocher tief ins Geldbörsel greifen, Medienberichten zufolge sollen es im Frühjahr des heurigen Jahres rund 50 Millionen Euro gewesen sein, bestätigt wurde dies nicht.

Unternehmen reuig

Insgesamt erließ des Bundeskartellamt diesmal eine Strafe von knapp 100 Millionen Euro, davon 88 Millionen Euro für die deutsche ThyssenKrupp. "Die Absprachen zielten darauf ab, Ausschreibungen beziehungsweise Projekte unter den Kartellbeteiligten aufzuteilen", erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt laut der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Voestalpine betonte heute in einer Aussendung, dass mit dem nunmehrigen Abschluss des Teilkapitels Privatmarkt das Verfahren gänzlich abgeschlossen sei. "Unsere vom Beginn des Verfahrens im Frühjahr 2011 weg praktizierte, schnelle, umfassende und vorbehaltlose Kooperation mit dem Bundeskartellamt ermöglichte es, dieses komplexe Verfahren vergleichsweise rasch abzuschließen. Für den voestalpine-Konzern wurde dadurch auch weit größerer Schaden abgewendet", so Vorstandsvorsitzender Wolfgang Eder.

Hohe Rückstellung

Ganz so einfach dürfte es aber doch nicht werden, schränkt selbst Eder ein: "Die nun folgende Auseinandersetzung zum Thema Schadenersatz wird von ähnlicher Komplexität geprägt sein wie jene mit der Deutschen Bahn." Aus voestalpine-Sicht offen sind "nur" noch die Schadenersatzansprüche aus indirekten Schienenlieferungen an die Deutsche Bahn und eben aus dem heute kartellrechtlich abgeschlossenen Komplex Privatmarkt.

Für die Bilanz gibt Eder Entwarnung: "Für die Gesamtcausa Schienenkartell und die Schließung des Schienenwalzwerkes in Duisburg mit Ende dieses Jahres hat der Voestalpine-Konzern bereits im März 2012 eine Rückstellung in Höhe von 205 Millionen Euro gebildet, die auch im Lichte der jüngsten Entscheidung als ausreichend erachtet wird." (APA/Reuters, 23.7.2013)

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