Schwacher Yen hinterlässt Gewinnlücke bei Micronas

23. Juli 2013, 10:20
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Schweizer Halbleiterhersteller sieht keine Verbesserung der Lage

Eine schwache Nachfrage und die ungünstige Wechselkursentwicklung haben dem Schweizer Halbleiterhersteller Micronas im ersten Halbjahr einen markanten Gewinnrückgang beschert. Das Unternehmen verdiente noch 4,5 Mio. Franken (3,6 Mio. Euro) und damit 35 Prozent weniger als in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Schlechte Aussichten

Noch deutlicher war der Einbruch beim Betriebsgewinn (EBIT), der von 13,1 Mio. Franken auf nur noch 2,6 Mio. Franken absackte. Micronas führt dies vor allem auf die anhaltende Schwäche des Yen zurück. Diese drückte die Nachfrage in Japan, dem mit Abstand wichtigsten Absatzmarkt des Unternehmens.

Der Umsatz sank um 13,1 Prozent auf 75,5 Mio. Franken, wie Micronas am Dienstag mitteilte. Und für das zweite Halbjahr sieht das Unternehmen keine wesentliche Verbesserung der Situation: "Eine deutliche Steigerung der weltweiten Autonachfrage sowie eine Stärkung des japanischen Yen zeichnen sich aus heutiger Sicht im zweiten Halbjahr (...) nicht ab", ließ sich Micronas-Chef Matthias Bopp in einer Aussendung zitieren.

Micronas erwartet für das Geschäftsjahr 2013 einen Rückgang des Umsatzes auf 150 Mio. Franken (nach 168,5 Mio. Franke 2012) - dies allerdings unter der Annahme, dass der Yen-Euro-Kurs einigermaßen stabil bei 130 bleibt. Momentan ist ein Euro knapp 132 Yen wert. (APA, 23.07.2013)

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