Liebscher: Hypo braucht mehr Staatsgeld

23. Juli 2013, 10:07
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Die bisher im Budget vorgesehenen 700 Millionen braucht die Bank für die vermutlich tiefrote Halbjahresbilanz

Wien - Dass die notverstaatlichte Hypo Alpe Adria noch länger am Tropf der Steuerzahler hängen wird, zeichnet sich schon seit geraumer Zeit ab. Wie viel Staatsgeld die angeschlagene Kärntner Bank noch benötigen wird, sei aber noch nicht absehbar, sagte Hypo-Aufsichtsratschef Klaus Liebscher am Montag im Ö1-Interview.

Auf Spekulationen wolle er sich nicht einlassen, er werde sich jedoch bemühen, einen möglichen zusätzlichen Bedarf so gering wie möglich zu halten, sagte Liebscher. Die bisher für 2013 im Budget vorgesehenen 700 Millionen Euro benötigt die Bank für die Halbjahresbilanz, die tiefrot ausfallen dürfte. "Der Verlust ist zumindest in einer Größenordnung, der über das halbe Grundkapital hinausgeht, und dieses ist bei 970 Millionen Euro", sagte Liebscher. Die Halbjahresergebnisse will die Bank Mitte August veröffentlichen. Insgesamt hat die Hypo bereits fast drei Milliarden Euro Staatshilfe erhalten.

Bad Bank hängt noch in der Luft

Zur Einrichtung einer Bad Bank gebe es noch keine endgültige Entscheidung, so Liebscher. "Ich gehe davon aus, dass wir verschiedene Optionen erarbeiten können, die bis Ende August, Anfang September vorliegen sollten", so der Hypo-Chef. Dann müsse beurteilt werden, welche Option für die Republik und die Bank die attraktivste sei.

Eine attraktive Option wäre für Liebscher eine Lösung, bei der die Belastungen reduziert werden könnten. Die wahren Kosten hingen sehr damit zusammen, welches Modell gefunden werde, betonte Liebscher im "Morgenjournal". Mit einer Privatbeteiligung wäre etwa das Thema Staatsschuldenerhöhung entschärft. (Reuters/red, derStandard.at, 23.7.2013)

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Der Bericht im Ö1-Morgenjournal

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Klaus Liebscher bestätigt, dass die Bank den Steuerzahler noch ein bisschen mehr kosten wird.

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