Donau-Universität Krems könnte Promotionsrecht bekommen

22. Juli 2013, 12:10
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Töchterle, Pröll, Faymann und Spindelegger besprechen Weiterentwicklung des Standorts Krems

Krems - Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) setzt sich für ein Promotionsrecht für die Donau-Universität Krems ein. Laut den "Niederösterreichischen Nachrichten" (NÖN) steht deshalb ein Gespräch mit der Regierungsspitze und dem Wissenschaftsminister bevor. Derzeit ist ein Doktoraststudium nur über die Kooperation mit einer ausländischen Hochschule möglich.

Treffen am Dienstag

Durch das Promotionsrecht würde die Einrichtung internationale Reputation gewinnen, sagte Pröll der Wochenzeitung. Das Wissenschaftsministerium bestätigte auf Anfrage von derStandard.at, dass am Dienstag ein Treffen zu Weiterentwicklung des Standorts Krems geplant ist. Neben Pröll und Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle werden daran auch Kanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger teilnehmen. "Dabei wird das Promotionsrecht im Mittelpunkt stehen. Für den Minister ist zentral, dass sämtliche Hochschulpartner eingebunden werden", sagte eine Sprecherin. Die Donau-Universität würde derzeit bereits Dissertanten in Zusammenarbeit mit anderen Universitäten ausbilden, wolle aber ein vollwertiges Promotionsrecht.

Privatuniversität soll im Herbst starten

Vor dem Start steht auch die Karl-Landsteiner-Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften in Krems, die allerdings noch von der Qualitätssicherungsagentur AQ Austria akkreditiert werden muss. Pröll ist es ein Anliegen, dass schon im Herbst begonnen wird. Es gebe entsprechendes Interesse an Anmeldungen, das Curriculum ist erstellt, und auch Studiengebühren werden eingehoben. Wer Stipendien in Anspruch nimmt, muss sich verpflichten, für eine bestimmte Zeit als Arzt in Niederösterreich tätig zu sein, so der Landeshauptmann. (APA/red, derStandard.at, 22.7.2013)

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