Facebook hat 100 Millionen Feature-Phone-User

22. Juli 2013, 12:00
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Das soziale Netzwerk will damit seine Userbasis und die Anzahl potentieller Werbekunden erweitern

Über eine Milliarde Nutzer kann das soziale Netzwerk Facebook im Moment verzeichnen. Um die Zahl dieser ohnehin schon großen Userbasis auszuweiten, versucht sich Facebook auf einem Gebiet besonders zu verbessern: Im mobilen Sektor. Dabei sind Apps für iOS, Android und andere Betriebssysteme nicht der ausschlaggebende Punkt, denn die meisten Nutzer kann sich Facebook in einer Welt ohne Smartphones abholen.

Facebook für jeden

Zwar wächst die Anzahl der Smartphone-User weltweit stetig, in vielen Regionen der Welt setzen Menschen aber aus Kostengründen immer noch auf Feature Phones. Vor allem im bevölkerungsreichen Indien und Brasilien könnte Facebook noch stark wachsen, weshalb sich das Unternehmen verstärkt um Feature-Phone-User kümmert und die seit zwei Jahren bekannte Anwendung "Facebook for Every Phone" unterstützt. Aktuell werde das Netzwerk von über 3.000 verschiedenen Devices besucht.

Mehr User, mehr Werbekunden

Der Netzwerkriese will sich auf den Märkten profilieren, in denen die Internetnutzung erst richtig zu steigen beginnt. Aktuell macht Facebook mit Feature-Phone-Usern kaum Geld, da Werbung nur in seltenen Fällen angezeigt wird. Mit einer neuen Anwendung könnte sich das aber rasch ändern. Auch die Aktionäre könnten dieser Idee etwas abgewinnen, schließlich hat Facebook immer noch damit zu kämpfen, ordentliche Umsätze zu erzielen.

Mit Emoticons und Filtern

Analysten sind überzeugt, dass Facebook hier in Zukunft deutlich punkten könnte. So sei in vielen Ländern Facebook der erste Anhaltspunkt im Internet, für viele sei Facebook selbst das Internet. Mit der neuen Anwendung soll auch etwas mehr Smartphone-Feeling auf das Feature Phone kommen. Dazu zählen beispielsweise Emoticons und Filter für Fotos.

Mobiler Zugang immer wichtiger

Bis vor zwei Jahren mussten sich Facebook-User noch über den Browser zu dem Netzwerk anmelden. Mittlerweile hat man erkannt, dass Smartphones und Handys jeglicher Art oftmals nicht nur für das Posten von Updates, sondern der alleinige Zugang zu dem Service sind. Für Facebook also eine immer attraktivere Einkommensquelle. Das Unternehmen bemüht sich zudem um Deals mit Mobilfunkern und Herstellern, um Facebook-fähige Geräte zu günstigen Konditionen anzubringen. Wie die Aussichten dafür stehen und wie die finanzielle Lage bei Facebook aktuell ist, wird Mark Zuckerberg in einem Quartalsbericht am Mittwoch präsentieren. (red, derStandard.at, 22.7.2013)

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    Facebook will User mit Feature Phones mit einer besseren Anwendung ausstatten

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