Josef-F.-Inserat: Anwalt der Familie will klagen

22. Juli 2013, 11:33
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Anzböck sieht das Werbesujet der Freiheitlichen Arbeitnehmer Niederösterreich als "Affront gegen die Opfer" von Josef F.

St. Pölten/Tulln - Ein "Wahlplakat" mit dem Konterfei von Josef F., das die Freiheitlichen Arbeitnehmer Niederösterreich in ihrer Zeitung geschaltet haben, soll nun ein gerichtliches Nachspiel haben. Masseverwalter Walter Anzböck, Rechtsanwalt in Tulln, will laut "Kronen Zeitung" klagen. "Dieses Werbesujet ist in jeder Hinsicht geschmacklos und ein Affront gegen die Opfer", wurde er zitiert.

Der Zeitung zufolge wollte Anzböck noch am Montag juristisch gegen das Plakat vorgehen: mittels Unterlassungsklage und einer Entschädigungsforderung von symbolischen 10.000 Euro. Das Geld soll an die Familie des verurteilten Inzesttäters ausbezahlt werden. "25 Jahre sind genug. Das SPÖ Justizpaket für noch mehr Täterschutz", heißt es - neben dem Konterfei von Josef F. - auf dem gefakten SPÖ-Plakat in der Zeitung.

Kickl "gespannt, wie man das argumentieren will"

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl will erst einmal auf die angekündigte Klage warten. "Ich bin gespannt, wie man das argumentieren will", sagte er am Montag. Das Sujet sei "zugegebenermaßen eine provokante Abrechnung mit dem justizpolitischen Amoklauf" von SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim, der sich ein Ende von lebenslangen Haftstrafen vorstellen kann. "Da kündigt sich Grausliches an", so Kickl. Die Freiheitlichen würden für Opfer- und nicht für Täterschutz stehen. (APA, 22.7.2013)

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