Linzer Swap-Affäre: Stadtrat Mayr vor Rücktritt

22. Juli 2013, 11:07
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Pressekonferenz für Dienstag angekündigt

Linz - Der Rücktritt des in der Swap-Affäre angeklagten Linzer Stadtrats Johann Mayr (SPÖ) dürfte unmittelbar bevorstehen. Bisher wurde zwar nicht offiziell bestätigt, dass er den Hut nimmt, es deutet allerdings alles darauf hin. Die Stadt hat für den Dienstag eine Pressekonferenz dazu angekündigt.

Mayr war am Montag noch auf Urlaub, dem Vernehmen nach hat es aber bereits eine Unterredung mit Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) gegeben, der ebenfalls erst Ende vergangener Woche aus den Ferien zurückgekehrt war. Der Stadtchef stand zwar zuletzt noch hinter seinem Parteikollegen, da dieser Opfer und nicht Täter sei. Es war aber von Anfang an unwahrscheinlich, dass Mayr trotz Anklage im Amt bleiben kann. Dobusch wollte dazu nichts sagen, solange er nicht mit Mayr persönlich gesprochen habe.

Vorwurf der Untreue

Hintergrund der Swap-Affäre ist ein verlustreiches Spekulationsgeschäft zwischen Stadt und BAWAG P.S.K. Die Anklagebehörde wirft Mayr neben dem ehemaligen Finanzdirektor der Stadt Untreue vor. Sie legt den beiden eine Schadenssumme von 24 Millionen Euro zur Last - das sind die bisher tatsächlich an die BAWAG geleisteten Zahlungen. Insgesamt droht aus dem Deal ein Verlust von 450 Millionen Euro, um den vor dem Handelsgericht Wien prozessiert wird. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt noch gegen unbekannte Täter im Umfeld der Bank. (APA, 22.7.2013)

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