Europas Leitbörsen mehrheitlich im Plus

22. Juli 2013, 18:57
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Die europäischen Leitbörsen haben am Montag nach einem wenig bewegten Handelstag ohne klare Richtung geschlossen. Der Euro-Stoxx-50 befestigte sich um 9,23 Einheiten oder 0,34 Prozent auf 2.725,40 Zähler.

Zum Wochenauftakt verschob sich der Fokus der Anleger von der Geldpolitik der internationalen Notenbanken auf die langsam an Fahrt gewinnende Berichtssaison, verlautete es aus Marktkreisen. Mangels neuer, marktbewegender Konjunkturdaten hielten sich die Investoren allerdings überwiegend zurück, hieß es weiter.

Gut gesucht präsentierten sich die Aktien von Philips, die nach überraschend starken Quartalszahlen um 2,11 Prozent auf 23,91 Euro zulegten. Dem niederländischen Elektronikkonzern haben ein wachsendes Geschäft in Schwellenländern und die Früchte seines Sparprogramms im zweiten Quartal über die Schwäche in Europa und den USA hinweggeholfen. Der Konzerngewinn stieg stärker als Analysten erwartet hatten.

Aufschläge verbuchten auch die Titel von RWE, die mit einem Kursplus von 2,58 Prozent auf 23,04 Euro an der Spitze des Euro-Stoxx-50 schlossen. Für Auftrieb sorgte hier ein Pressebericht über zusätzlich geplante Kostensenkungen. Laut dem "Handelsblatt" will der zweitgrößte deutsche Energiekonzern in der Kraftwerksparte mit dem neuen Programm "RWE Neo" mindestens 500 Mio. einsparen.

Telekom- und Bankensektor legt zu

Im Branchenvergleich konnten die Aktien aus dem Telekom- und dem Bankensektor am meisten zulegen. Bei letzteren trug unter anderem das kräftige Plus der Aktien von UBS bei. Diese stiegen um 2,50 Prozent auf 18,05 Franken, nachdem die Schweizer Großbank im zweiten Quartal mit einem Gewinn von 690 Mio. Franken die Anleger überzeugt hatte.

Daneben verteuerten sich die Anteilsscheine der Deutschen Bank um 1,37 Prozent auf 35,58 Euro. Einem Zeitungsbericht der "Financial Times" (FT) zufolge plant der Finanzkonzern eine Verbesserung seiner Kapitalausstattung. Mit einem Plus von 2,49 Prozent auf 3,95 Euro gingen außerdem UniCredit aus dem Handel.

Im Telekomsektor sprangen die Anteilsscheine der niederländischen KPN um 12,85 Prozent auf 1,80 Euro nach oben, nachdem bekannt geworden war, dass der spanische Telefonriese Telefonica die deutsche KPN-Tochter E-Plus übernehmen will. Der Deal soll Kreisen zufolge ein Volumen von fünf Mrd. haben.

Vor diesem Hintergrund profitierten auch Telefonica und stiegen um 1,32 Prozent auf 10,06 Euro. Außerdem rückten die Titel der Deutschen Telekom (plus 2,13 Prozent auf 9,15 Euro) sowie jene von Orange (plus 0,52 Prozent auf 7,51 Euro) vor.

Zu den schwächsten Werten im Euro-Stoxx-50 zählten hingegen die SAP-Aktien mit einem Minus von 0,86 Prozent auf 55,25 Euro. Händler werteten den am Sonntagabend überraschend verkündeten Abtritt von Co-Chef Jim Hagemann Snabe als Belastung für die Titel. (APA, 22.7.2013)

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