Jay-Z und Beyoncé bei Demos gegen Freispruch im Fall Trayvon Martin

21. Juli 2013, 19:12
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Präsident Obama hat Verständnis für die Proteste geäußert

New York - In über 100 Städten in den USA haben am Wochenende tausende Menschen protestiert. Unter dem Motto "Gerechtigkeit für Trayvon Martin" demonstrierten sie gegen den Freispruch des Nachbarschaftswächters George Zimmerman. Zimmerman hatte im Februar des Vorjahres den schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin in Sanford (Florida) erschossen.

Ein Geschworenengericht glaubte seiner Version, der Jugendliche habe ihn zuerst attackiert, er habe nur in Notwehr gehandelt. Der 17-jährige Martin hatte sich auf dem Rückweg von Einkäufen befunden. Er war unbewaffnet gewesen.

Jay-Z und Beyoncé unter den Demonstranten

Zu den Kundgebungen am Wochenende hatte die Bürgerrechtsbewegung National Action Network (NAN) aufgerufen. Demonstriert wurde unter anderem in New York, Washington, Miami, Chicago, Dallas und Los Angeles.

Die Demonstranten glauben an eine rassistisch motivierte Tat und einen ebensolchen Freispruch für den Täter. In New York schlossen sich auch der Hip-Hop-Star Jay-Z und seine Frau Beyoncé den Protesten von mehreren Tausend Menschen an. Trayvon Martins Eltern forderten eine grundlegende Debatte über das Recht des privaten Schusswaffengebrauchs und eine Reform des Justizsystems.

Obama hatte erstmals Stellung genommen

Am Freitag hatte sich US-Präsident Barack Obama zu dem umstrittenen Freispruch geäußert. "Vor 35 Jahren hätte ich Trayvon Martin sein können", sagte der erste afroamerikanische US-Präsident.

Er zeigte Verständnis für den Unmut vieler Schwarzer über das Urteil, zumal die "historische Ungleichbehandlung" im Justizsystem weiter fortbestehe. Zugleich mahnte Obama zu Friedfertigkeit. Gewalt würde Martins Tod "entehren". (red, dpa, AFP, DER STANDARD, 21.7.2013)

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    Demonstranten fordern vor dem Bundesgericht in Washington Gerechtigkeit für den erschossenen 17-jährigen Trayvon Martin. Der Freispruch für den Todesschützen empört viele schwarze US-Bürger.

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    In New York nahmen auch Hip-Hop-Star Jay-Z und seine Frau Beyoncé an den Protesten teil.

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