US-Kampfjets werfen bei Militärübung Bomben auf Great Barrier Reef ab

21. Juli 2013, 16:55
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US-Marine: Sprengkörper mussten wegen Spritmangels im Weltnaturerbe versenkt werden

Sydney/Washington - Zwei US-Kampfflugzeuge haben bei einer Übung in Australien Bomben über dem weltberühmten Korallenriff Great Barrier Reef abgeworfen. Es habe sich um eine Notfall-Maßnahme gehandelt, teilte die US-Marine am Sonntag mit. Betroffen sei die "31st Marine Expeditionary Unit" gewesen.

Die vier unscharfen Sprengkörper hätten bereits am Dienstag vor der Küste des Bundesstaats Queensland im Meer versenkt werden müssen. Den offiziellen Angaben zufolge habe keine Gefahr für Menschen oder die Natur bestanden. Die vier Bomben hatten ein Gesamtgewicht von rund 1,8 Tonnen, berichtet der "Guardian".

Bombenziel auf Insel in der Nähe

Die Piloten der beiden Kampfjets des Typs AV-8B Harrier sollten die Bomben ursprünglich auf einer nahe gelegenen Insel abwerfen. Nachdem mehrere Versuche gescheitert waren, wurden die Bomben wegen Spritmangels in dem als Weltnaturerbe anerkannten Schutzgebiet versenkt.

Die Sprengkörper landeten nach Angaben der US-Marine aber nicht direkt auf dem Korallenriff, sondern in einem abseits gelegenen, 50 bis 60 Meter tiefen Wassergraben. Derzeit nehmen rund 28.000 australische und US-amerikanische Soldaten an einer gemeinsamen Militärübung in Queensland teil. (APA, 21.7.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Auf diesem Archivbild ist ein Kampfjet des Typs AV-8B Harrier zu sehen.

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