Wiener bei Streit auf Tennisanlage im Burgenland angeschossen

22. Juli 2013, 11:40
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U-Haft droht: Betrunkener Burgenländer wurde aus Kantine geworfen und kam mit Waffe zurück

Wimpassing/Eisenstadt - Nach Schüssen bei einem Streit in der Kantine einer Tennisanlage muss der Schütze mit U-Haft rechnen. Ein 45-jähriger Wiener war am späten Samstagabend in Wimpassing an der Leitha (Bezirk Eisenstadt Umgebung) von einem gleich alten Burgenländer angeschossen und schwer verletzt worden.

"Der Mann befindet sich noch im Polizeianhaltezentrum in Eisenstadt und wird voraussichtlich heute in die Justizanstalt überstellt. Die Entscheidung über die U-Haft fällt dann spätestens am Mittwoch", so Petra Schweifer, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Eisenstadt (StA) am Montag. 

Versuchter Mord

Dem 45-jährigen Burgenländer wird versuchter Mord vorgeworfen. Es soll insgesamt drei Schüsse abgegeben haben. Einer davon traf den Wiener in den Oberschenkel. Die Waffe habe der Mann legal besessen, sagte Schweifer.

Der Burgenländer soll am Samstag gegen 23.20 Uhr die Gäste der Feier in der Kantine des örtlichen Tennisvereins im betrunkenen Zustand belästigt und Gläser auf den Boden geworfen haben. Daraufhin soll ihm das spätere Schussopfer zweimal ins Gesicht geschlagen und ihn aus der Kantine geschubst haben.

Entschuldigung vorgetäuscht

Der Burgenländer kehrte wenig später zurück und bat einen Gast, seinen Kontrahenten aus der Kantine zu holen - angeblich um sich bei ihm zu entschuldigen. Der Wiener kam dem Ansuchen nach und ging ins Freie. Hinter einer Hecke zückte der Burgenländer plötzlich eine Faustfeuerwaffe und schoss dreimal auf seinen Kontrahenten.

Eine Kugel traf den 45-Jährigen am linken Bein und zertrümmerte ihm den Oberschenkelknochen. Der Schwerverletzte wurde mit den Notarztwagen ins Krankenhaus Eisenstadt gebracht.

Längere Zeit im Krankenhaus

Vom behandelnden Oberarzt hieß es am Sonntag, dass die Kugel der Faustfeuerwaffe den Oberschenkelknochen des Opfers gebrochen habe. Die Prognose sei aktuell "offen", der Mann werde noch "längere Zeit" im Krankenhaus verbringen müssen. Für den 45-Jährigen habe zu keiner Zeit Lebensgefahr bestanden, so der Mediziner. (APA, 22.7.2013)

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