CV-Verbindung wirft ÖH-Kommunisten Säuberungswelle vor

21. Juli 2013, 18:05
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Zwei Referenten im Sozialreferat wurden nicht verlängert

Graz - Weil zwei Mitglieder des Cartellverbandes (CV) nicht als Sachbearbeiter am Sozialreferat der ÖH Graz verlängert wurden, spricht die ÖVP-nahe Aktionsgemeinschaft (AG) von einer "Säuberungswelle" des Kommunistischen Studentinnenverbandes (KSV). Georg Erkinger (KSV), Leiter des Sozialreferates, habe in einem E-Mail sogar damit argumentiert, dass Politiker, die CV-Mitglieder sind, nur Interessen von Banken und Konzernen verfolgen und bezüglich sozialer Probleme der Studis mitverantwortlich seien. Vom Standard gefragt, streitet Erkinger das E-Mail nicht ab, betont aber, dass es "privat" war.

"Es gibt keine Säuberungswelle, die zwei wurden nach der am 30. Juni endenden Funktionsperiode nur nicht verlängert", so Erkinger weiter, "sie waren ehrenamtliche Mitarbeiter, die eine Aufwandsentschädigung erhielten". Den AG-Vorwurf, die ÖH als "ideologischen Selbstbedienungsladen" zu sehen, weist er von sich: Die meisten Mitarbeiter seien fraktionslos.

Erkinger zitiert aber "sexistische und rassistische Internetseiten", auf denen die beiden, die sich mit 20 anderen um die Stellen beworben hatten, aktiv waren. Es sei wichtig, "dass man im Sozialreferat einen sensiblen Zugang zu Menschen verschiedener Herkunft, Religionen und Geschlechter hat", so Erkinger. (cms, DER STANDARD, 22.7.2013)

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