Ex-Dayli-Chef Haberleitner will weiter mitmischen

20. Juli 2013, 20:08
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Auf Investorensuche - Schadenersatzklage gegen Gewerkschaft wird geprüft

Wien/Pucking - Der frühere Chef des insolventen Schlecker-Nachfolgers Dayli, Rudolf Haberleitner, will weiter mitmischen. Er sei vom neuen Eigentümer Martin Zieger nicht "abgesetzt" worden. "Wir haben uns geeinigt, dass ich die Geschäftsführung zurücklege und mich auf Verhandlungen mit neuen Investoren konzentriere." Mit drei potenziellen Investoren führe er intensive Gespräche, sagte Haberleitner der Tageszeitung "Österreich".

Zieger hatte den Abschied Haberleitners am Freitag hingegen so dargestellt: "Ich habe Herrn Haberleitner gebeten, seine Funktion zur Verfügung zu stellen, da wir unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Weiterführung des Unternehmens haben."

"Systematisch vernichtet"

Gegen die Gewerkschaft wettert Haberleitner weiter. "Man hat mich systematisch vernichtet. Die Gewerkschaft mit ihrem Kampf gegen unsere geplante Sonntagsöffnung hat Dayli auf dem Gewissen." Der ganze Wirbel habe Investoren und Banken, mit denen er einig gewesen sei, wieder abgeschreckt. Daher prüfe er jetzt eine Schadenersatzklage gegen die Gewerkschaft.

Dass er für die Drogeriehandelskette Insolvenz angemeldet habe, sei ein Fehler gewesen. "Ich wurde unter Druck gesetzt, war schlecht beraten."

Eine Million Euro aus dem Dayli-Vermögen sei ihm in Italien gestohlen worden, so Haberleitner. "Wir hatten ein Kreditangebot über 26 Millionen Euro, dafür hätte eine Million als Sondertilgung eingezahlt werden müssen. Mit diesem Geld waren Zieger und ich in Italien. Am Weg zur Überprüfung der Scheine schlägt der Mann, den wir dort trafen, plötzlich einen Haken und haut ab." (APA, 20.7.2013)

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