Leitbörsen in Fernost schließen überwiegend im Minus

19. Juli 2013, 12:32
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Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag überwiegend im Minus geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio verlor 218,59 Zähler oder 1,48 Prozent auf 14.589,91 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg als Ausnahme um 17,20 Zähler (plus 0,08 Prozent) auf 21.362,42 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel um 30,75 Punkte oder 1,52 Prozent auf 1.992,65 Punkte.

Die Märkte in Singapur und Sydney waren ebenfalls im roten Bereich. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.213,26 Zählern mit einem Minus von 4,94 Punkten oder 0,15 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 17,5 Zähler oder 0,35 Prozent auf 4.959,40 Einheiten.

Wieder verstärkte Wachstumssorgen und Verluste bei Technologiewerten haben die meisten asiatischen Aktienmärkte am Freitag belastet. Vor allem an den chinesischen Festlandbörsen gaben die Notierungen deutlich nach. Der Regierung in Peking könnten in Zukunft weniger Instrumente als zuvor zur Stabilisierung der Konjunktur zur Verfügung stehen, sagte ein Börsianer. Zudem verlaufe die Erholung in den USA weiterhin schleppend, meinte hieß es. Das Wachstum könnte sich als nicht nachhaltig erweisen, wenn die US-Notenbank ihre sehr lockere Geldpolitik zu früh drosselt. In Hongkong standen erneut Bedenken über Maßnahmen zur Abkühlung des Immobilienmarktes auf der Tagesordnung.

Marktteilnehmer begründeten Verluste in Japan auch mit Gewinnmitnahmen vor den Oberhauswahlen am Sonntag. Der Topix-Index fiel heute, nachdem er zuvor vier Tage Gewinne verbuchen konnte. Premierminister Shinzo Abe und der Gouverneur der Bank of Japan, Haruhiko Kurode, wollen das Kunststück vollführen, die Inflation auf zwei Prozent zu heben. Bei den Wahlen wird erwartet, dass Abe ein Mandat bekommt, um entsprechende Reformen durchzusetzen.

Ausschlaggebend für die Verluste waren auch Einbußen im Technologiebereich. Advantest, der weltgrößte Ausrüster für Chip-Herstellung, sank in Tokio sieben Prozent auf 115 Yen, nachdem Analysten von Nomura die Aktien abwerteten. An der Börse in Taipeh brachen die Papiere von Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) um 6,92 Prozent ein und hielt bei 98,20 Taiwan-Dollar. Der Chiphersteller hatte mit seiner Umsatzprognose enttäuscht.

In Australien fielen die Papiere von Orica, dem größten Hersteller von Industriesprengstoffen, um 13,38 Prozent, nachdem das Unternehmen seine Gewinnprognose kürzen musste. Die Aktie notiert bei 18,19 Australischen Dollar. (APA, 19.7.2013)

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