Wolford rutscht in die Verlustzone

19. Juli 2013, 08:37
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Der Vorarlberger Strumpfhersteller bestätigte vorläufige Zahlen, will aber heuer operativ wieder ins Plus

Wien/Bregenz - Der Vorarlberger Strumpf- und Wäschehersteller Wolford ist im Geschäftsjahr 2012/13 in die Verlustzone gerutscht und will seinen Aktionären daher keine Dividende zahlen. Auch operativ kam der börsenotierte Konzern ins Minus, der Umsatz ist indes leicht gestiegen. Im aktuellen Geschäftsjahr will Wolford seinen Umsatz steigern und operativ in die Gewinnzone zurückkehren, wie es am Freitag in einer Pflichtmitteilung im Vorfeld der Bilanzpressekonferenz hieß.

Die vorläufigen Zahlen wurden bereits Mitte Juni bekanntgegeben und nun bestätigt: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hat sich 2012/13 auf 7,9 Mio. Euro fast halbiert (15,2 Mio.), das operative Ergebnis (Ebit) drehte auf -0,9 Mio. Euro nach +6,9 Mio. Euro und das Ergebnis vor Steuern auf -2,3 Mio. nach +5 Mio. Euro. Unterm Strich blieb ein Verlust von 2,8 Mio. Euro, im vorangegangenen Geschäftsjahr hatten die Vorarlberger noch einen Gewinn von 1,3 Mio. Euro geschrieben. Der Umsatz belief sich auf 156,5 Mio. nach 154,1 Mio. Euro.

Im eigenen Retailgeschäft erzielte Wolford Umsatzzuwächse von 6 Prozent, im Geschäft mit Handelspartnern musste der Konzern jedoch Federn lassen (-5 Prozent). "Wir haben kurzfristig einfach nicht die notwendigen Umsatzsteigerungen erwirtschaftet um die gestiegenen Kosten zu kompensieren", so Finanzvorstand Thomas Melzer.

Zum Leid der Aktionäre: Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 17. September vorschlagen, die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2012/13 auszusetzen.

Heuer will Wolford sein Standortnetz weiter ausbauen, wobei es den Konzern - neben den Kernmärkten Europa und Nordamerika - zunehmend in den chinesischen Raum und in die Golfregion zieht. (APA, 19.7.2013)

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