Sturm im Regen bei Breidablik glanzlos

18. Juli 2013, 23:18
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Grazer erreichen in Island ein bescheidenes Remis, haben im Rückspiel damit aber alle Chancen für den Aufstieg

Der SK Sturm kam im Hinspiel der zweiten Runde der Europa League-Qualifikation als Favorit bei Breidablik FC nicht über ein 0:0 hinaus. Bei zeitweise starken Regen in Kopavogur kontrollierten die Grazer zwar über weite Strecken das Spiel, konnten die Abwehr der isländischen Gastgeber aber nicht entscheidend überwinden. Das Rückspiel findet nächsten Donnerstag in Graz statt.

Im ersten Pflichtspiel unter Darko Milanic liefen mit Aleksancar Todorovski, Anel Hadzic, Robert Beric und Marco Djuricin gleich vier neue Neuzugänge von Beginn an für die Blackies auf. Lediglich Daniel Offenbacher musste vorerst auf seinen erwarteten Einsatz warten. Er kam erst nach etwas über einer Stunde für Andreas Hölzl. 

Regenwetter

Bei nasskalten Bedingungen und Temperaturen von acht Grad schlichen sich immer wieder Fehler in den Spielaufbau ein. Zudem hatte die Milanic-Truppe mit der Kampfkraft der Isländer Probleme. Kein Wunder also, dass die erste halbwegs gefährliche Aktion der Gäste aus einer Standard-Situation resultierte: Madl setzte einen Freistoß knapp einen Meter über das Kreuzeck (11.).

Nach rund 25 Minuten gewann Sturm dann doch deutlich die Oberhand, wusste mit dem vermehrten Ballbesitz aber nicht viel anzufangen. Die beste Chance der Grazer vor der Pause ließ Beric in der 37. Minute aus, als er an Breidablik-Goalie Gunnleifsson scheiterte.

Gelegentlich wurden auch die Hausherren gefährlich. In der 16. Minute rettete Gratzei nach einem Missverständnis in der Abwehr vor Rohde, Sekunden vor der Pause wurde es bei einem hohen Ball im Sturm-Strafraum brenzlig.

Abwehr nicht zu knacken

Auch nach dem Seitenwechsel fand Sturm keine Mittel, Breidablik auszuspielen. Hadzic  versuchte es in der 57. Minute mit einem Schuss aus 30 Metern, der allerdings klar das Ziel verfehlte. Schon eine Minute später musste Gratzei bei einem Kopfball sein ganzes Können aufbieten. Es folgte die stärkste Phase der Isländer, die Sturm immer wieder in die Defensive drängten.

Erst nach einer von Gunnleifsson parierten Kopfballchance durch Djuricin (69.) konnten sich die Grazer etwas befreien und klopften in der 75. Minute mit einem zu zentral angesetzten Djuricin-Schuss genau auf Gunnleifsson neuerlich am Breidablik-Tor an. Den Schlusspunkt in einer bescheidenen Partie setzte ein parierter Hadzic-Kopfball (86.). Sturm war auf zusehends tiefer werdendem Boden vor allem bemüht, das Resultat über die Zeit zu bringen. Den Isländern wiederum fehlte es an Qualität, um den Steirern noch ernsthaft gefährlich zu werden. (red/APA, 18.7.2013)

Fußball-Europa-League-Qualifikation (2. Runde, Hinspiel)

Breidablik FC - SK Sturm Graz 0:0

Kopavogur, Stadion Kopavogsvöllur, 450 Zuseher, SR Ognjen Valjic (BIH)

Breidablik: Gunnleifsson - Hreidarsson, Ingason, Troost, Jonsson - Margeirsson, Yeoman - Gardarsson, Lydsson, Adalsteinsson - Rohde (78. Hreinsson)

Sturm: Gratzei - Todorovski, Vujadinovic , Madl, Klem - Hölzl (64. Offenbacher), Hadzic, Weber, F. Kainz - Beric, Djuricin (77. Szabics)

Gelbe Karten: Djuricin (20.), Todorovski (70.)

Torschüsse: 3:15

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Sturm kann Breidablik derzeit noch nicht knacken.

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