Wiener Bankräuber verspielte Beute bei Pokerturnier in Las Vegas

18. Juli 2013, 17:14
39 Postings

33-Jähriger überfiel Bank in Wien-Favoriten - Stellte sich in Berlin der Polizei

Wien/Berlin/Las Vegas - Nachdem er in Las Vegas bei einem Pokerturnier seine Beute verspielt hatte, hat sich ein 33-jähriger mutmaßlicher Bankräuber am Flughafen Berlin-Tegel der Polizei gestellt und den Überfall auf ein Geldinstitut in Wien-Favoriten am 3. Juni gestanden. "Momentan ist er noch in Berlin", sagte Adina Mircioane, Pressesprecherin der Polizei in Wien, am Donnerstag. Man warte auf die Überführung, um ihn einvernehmen zu können.

Der Arbeitslose, der bereits 2006 und 2008 wegen ähnlicher Delikte vor Gericht gestanden ist, meldete sich laut Polizeipressestelle Ende Mai behördlich von seinem Wohnsitz bei seiner Mutter ab. Nach dem Überfall auf eine Bankfiliale in der Laxenburger Straße, bei dem er eine nicht unerhebliche Summe erbeutet hat, tauchte er unter dem Vorwand ab, in Kroatien zu arbeiten. Nach etwa einer Woche befand sich der Verdächtige wieder in Wien und registrierte die Fahndungsfotos, die die Polizei am 10. Juni von ihm ausgab.

Rückflug um letztes Geld

Der Mann flüchtete daraufhin wieder und setzte sich über Kroatien nach Las Vegas ab. Dort wurde er am 21. Juni bei einem Pokerturnier gesichtet, bei dem er einen erheblichen Teil seiner Beute verspielte und ausschied. Mit dem letzten Geld erstand er ein Rückflug-Ticket. Dann stellte sich der 33-Jährige Polizeibeamten in Berlin und gestand den Banküberfall.

Ob der glücklose Räuber den Überfall so geplant hatte, um mit der Beute am Pokerturnier teilnehmen zu können, ist noch unklar. Die Auslieferung nach Österreich wurde bereits beantragt. (APA, 18.7.2013)

Share if you care.