Erstmals Onlineserie in Rennen um Topauszeichnung bei Emmys

19. Juli 2013, 11:53
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"House of Cards" ist neunmal für US-Fernsehpreise nominiert

Los Angeles  - Im Rennen um die begehrten US-Fernsehpreise Emmys mischt erstmals eine Online-Serie ganz vorne mit. Das für den Internet-Videodienst Netflix produzierte Politdrama "House of Cards" wurde am Donnerstag neun Mal nominiert, darunter in der Königskategorie "Bestes Drama". Die Serie dreht sich um einen von Oscar-Gewinner Kevin Spacey gespielten US-Kongressabgeordneten, der bei seinem Machtstreben über Leichen geht.

Spacey ist für seine Rolle als Francis Underwood als bester Schauspieler nominiert. Auch Robin Wright, die in der Serie die zynische Politikergattin Claire Underwood mimt, kann sich Hoffnungen auf einen Emmy machen. "House of Cards" gilt als Beispiel dafür, wie sich das Zuschauerverhalten bei Serien durch das Internet verändert. Anders als bei der wöchentlichen Ausstrahlung im Fernsehen hatte Netflix im Februar alle 13 Folgen auf einmal online gestellt.

Weitere Nominierte

Neben "House of Cards" dominieren in der Kategorie "Bestes Drama" bekannte Namen wie der Vorjahressieger "Homeland" über eine CIA-Agentin im Anti-Terror-Kampf und die 60er-Jahre-Kultserie "Mad Men" über eine Werbeagentur in Manhattan. Auch das Historienepos "Downton Abbey", die Fantasysaga "Game of Thrones" und das Drogen-Drama "Breaking Bad" sind im Rennen.

Bei den Comedy-Serien sind Vorjahressieger "Modern Family" sowie die Sitcoms "The Big Bang Theory", "Louie" und "30 Rock" nominiert. Ebenfalls ausgewählt wurden die Politiksatire "Veep" und die Serie "Girls" von und mit Lena Dunham, die sich um das Leben von vier Mittzwanzigerinnen in New York dreht.

Die Emmys werden am 22. September in Los Angeles verliehen. Die größten Chancen kann sich dabei mit 17 Nominierungen die Miniserie "American Horror Story: Asylum" ausrechnen, die auf dem Spartenkanal FX lief. (APA, 18.7.2013)

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    Kevin Spacey in "House of Cards".

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