Ärger über interreligiöse Ehe im Libanon - Penis abgeschnitten

18. Juli 2013, 16:19
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Täter stellten sich später der Polizei

Beirut - Aus Ärger über eine interreligiöse Heirat hat eine drusische Familie im Libanon einem Mann den Penis abgeschnitten. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, haben sich die Brüder der Ehefrau anschließend der Polizei gestellt. Die Tat ereignete sich in der Ortschaft Bajsur südöstlich von Beirut.

Dorfbewohner berichteten, dass eine Drusin aus dem Ort ohne die Erlaubnis ihrer Familie den sunnitisch-muslimischen Mann geheiratet habe und mit ihm durchgebrannt sei. Unter dem Vorwand einer Versöhnung hätten die Angehörigen der Frau die beiden zum Gespräch eingeladen. Doch die Brüder der Braut attackierten den ungewollten Schwager stattdessen und verletzten ihn schwer.

Im Libanon sorgen konfessionsübergreifende Ehen immer wieder für Zündstoff. Erst im Mai dieses Jahres gab es in dem arabischen Land die erste zivile Eheschließung. Davor mussten sich Libanesen, die eine zivile Ehe eingehen wollten, im Ausland - etwa in Zypern - trauen lassen. Dann konnten sie dies im Libanon registrieren lassen. Die Drusen sind eine vor allem im Libanon-Gebirge ansässige muslimische Religionsgemeinschaft. (APA, 18.7.2013)

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