T-Mobile startet kostenpflichtigen Smartphone-Kinderschutz

18. Juli 2013, 13:35
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Jugendgefährdende Inhalte können gefiltert oder blockiert werden - 48 Prozent der österreichischen Kinder bereits Smartphone

Die Internetnutzung von Kindern via Mobiltelefon bzw. Tablet ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen: 48 Prozent der jungen Österreicher im Alter von fünf bis 14 Jahren verfügen über ein Smartphone. Um die Heranwachsenden vor jugendgefährdenden Inhalten wie Gewalt und Pornografie zu schützen, entwickelte T-Mobile zusammen mit dem vom Stadtschulrat 1997 gegründeten Verein Wiener Bildungsserver, der medienpädagogische Aktivitäten in und außerhalb von Schulen fördern will, und der Cyan Mobile Security GmbH einen Kinderschutz für moderne Handys.

Zwei Euro im Monat

Der Kinderschutz ist für Kunden von T-Mobile bzw. vom dazugehörenden Diskonter Telering um zwei Euro im Monat für ein Kind beziehungsweise vier Euro für bis zu drei Kinder verfügbar. Neben einem netzintegrierten Filter bietet das Produkt eine Nachtruhe- und Stundenplanfunktion, die zu bestimmten Zeiten den Internetzugriff verwehrt, sowie sicheres Suchen durch die Kindersuchmaschine "fragFINN". "Bisher gab es keine technische Möglichkeit, die Inhalte zeitnah zu filtern oder zu blockieren", sagte Bertold Frech, Geschäftsführer der Sparte Privatkunden bei T-Mobile Austria, am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Wien.

Es gibt altersbezogene Voreinstellungen für Kinder bis zehn Jahren und ab zehn Jahren. Neben diesen Empfehlungen können die Eltern Internetseiten oder vorgegebene Webkategorien wie beispielsweise Alkohol und Tabak, Einkaufen und Downloadportale individuell und pro Kind sperren. Die Eltern erhalten zudem SMS-Benachrichtigungen bei App-Installationen und Browseränderungen auf dem Kinderhandy.

"Große Unterstützung für die Eltern"

Barbara Novak, Wiener SPÖ-Landtagsabgeordnete und Präsidentin des Wiener Bildungsservers, bezeichnete das Produkt als "große Unterstützung für die Eltern", die Herausforderung des Internets zu bewältigen. Sie sieht aber darin keinen Ersatz für Pädagogik und Kommunikation mit dem Kind. "Durch die Empfehlungen ist es nun möglich, Kinder in einem geschützten Rahmen auch am Handy oder am Tablet im Internet surfen zu lassen, ohne sie dabei stark zu behindern", sagte Novak. (APA, 18.7. 2013)

 

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