Mexikanischer Drogenboss fürchtet Folter im Gefängnis

18. Juli 2013, 09:38
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Inhaftierter Los-Zetas-Chef fordert rechtlichen Schutz

Mexiko-Stadt - Der inhaftierte mexikanische Drogenboss Miguel Angel Trevino fürchtet, im Gefängnis gefoltert zu werden. Trevino habe eine gerichtliche Eingabe gemacht und um rechtlichen Schutz gebeten, hieß es am Mittwoch aus Gerichtskreisen. In dem Schreiben gehe es um "mögliche Handlungen der Folter, der Isolation und der Misshandlung, die stattgefunden haben könnten oder stattfinden könnten". Die Eingabe werde voraussichtlich von zuständigen Richter zurückgewiesen.

Gerichtsmitarbeiter sieht keinen Grund zur Beschwerde

Den Angaben zufolge besuchte ein Gerichtsmitarbeiter Trevino im Gefängnis in Mexiko-Stadt. Der Mitarbeiter habe festgestellt, dass der Häftling keinen Grund zu Beschwerde habe, hieß es weiter. Es gebe "weder Folter, noch Misshandlung, noch Isolation, noch das Risiko, dass es dazu kommt".

Trevinos Eingabe zielt darauf ab, die Rechte des Gefangenen zu schützen. Sie kann den Angaben zufolge aber keine Freilassung erreichen. Menschenrechtsgruppen werfen den mexikanischen Behörden immer wieder vor, im Kampf gegen die Drogenkartelle inhaftierte Verdächtige zu foltern.

Trevino, Chef von Mexikos berüchtigstem Drogenkartell Los Zetas, war am Montag bei einem spektakulären Einsatz nahe der Grenze zu den USA festgenommen worden. Ihm werden Morde, Drogenhandel, Folter und Geldwäsche zur Last gelegt. (APA, 18.7.2013)

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