Erste-Kapitalerhöhung fertig

18. Juli 2013, 09:18
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Erste-Stiftung und spanische CaixaBank zogen nicht mit - Erste Group zahlt Staatsgeld Anfang August zurück

Wien - Brutto 660,6 Mio. Euro hat sich die börsenotierte Erste Group mit ihrer am Mittwochabend abgeschlossenen Kapitalerhöhung von Investoren geholt, netto fließen 632 Mio Euro in die Kapitalkassen. Die Hälfte war bereits vorplatziert, gestern Abend endete die Bezugsfrist für den Rest. Nicht mitgezogen haben die zwei größten Aktionäre, die Erste Stiftung sowie die spanische CaixaBank.

Die Erste-Stiftung hält nach heutiger Mitteilung direkt 15,12 Prozent (davor 20,1 Prozent). Mit zurechenbaren Aktien der Sparkassen und der syndizierten Wiener Städtischen kommt die Stiftung nun auf 23,65 (davor 26,4) Prozent. Die Stiftung hatte auch Aktien aus ihrem Bestand verkauft.

Ebenfalls keine jungen Aktien gekauft hat die spanische Aktionärin CaixaBank. Sie hielt davor 9,9 Prozent, ihr Anteil wurde gegen 9 Prozent verwässert. Die CaixaBank hatte zur Steigerung der eigenen Kapitalquoten zuletzt Aktivitäten in Mexiko zurückgefahren, demnach war auch nicht erwartet worden, dass sie in nächster Zeit in Österreich weiter aufbaut.

Erste-Chef Andreas Treichl will mit dem hereinkommenden Geld das Staatsgeld tilgen. Seit 2009 hat die Erste 1,2 Mrd. Euro an staatlichem Partizipationskapital, das wird nun in der ersten Augustwoche getilgt. Die Erste hatte als erste Bank das vom Staat in der Krise aufgelegte Bankenpaket genutzt und ist jetzt die erste, die es zur Gänze zurückzahlt.

Die jungen Aktien wurden zum Fixpreis von 18,75 Euro verkauft. Das Kapital wurde um etwa ein Zehntel erhöht. Am Mittwoch schloss die Erste-Aktie mit 21,04 Euro. (APA, 18.7.2013)

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