Hoffnung für den Vaquita, das seltenste Meeressäugetier der Welt

19. Juli 2013, 12:02
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Kleinwal kommt nur im Golf von Kalifornien vor - neue Fischernetze sollen ihn verschonen

Mexiko City - "Vaquita" (übersetzt: "kleine Kuh") ist der regionale Name für den Kalifornischen Schweinswal (Phocoena sinus), einen nur etwa eineinhalb Meter langen Vertreter der Schweinswale aus der Delfinverwandtschaft. Nachdem der Chinesische Flussdelfin als ausgestorben gilt, handelt es sich beim Vaquita um den seltensten Kleinwal und damit wohl um das seltenste Meeressäugetier überhaupt. Die geschätzten Bestandszahlen der nur im Golf von Kalifornien vorkommenden Spezies bewegen sich im niedrigen dreistelligen Bereich.

Die Bestände vor der mexikanischen Küste wurden durch die Treibnetzfischerei, in der sie als Beifang enden, fast bis zum Aussterben dezimiert, wie der WWF berichtet. Doch nun gibt es einen Hoffnungssschimmer: Mit der Einführung einer neuen Norm in der mexikanischen Fischerei sollen in den nächsten drei Jahren die Treibnetze durch nachhaltige Netze ersetzt werden. "Die neuen Netze verhindern, dass die Wale in den Netzen qualvoll sterben und stärken auch das Einkommen der Fischer und ihrer Familien", sagt WWF-Fischereiexpertin Simone Niedermüller.

Die neuen Netze brauchen allerdings spezielle Kenntnisse und viel Übung. Hier sieht der WWF nicht nur die Fischer selbst gefordert, sondern auch die mexikanische Regierung, da für die Fischer Kurse und Ausfallsprogramme angeboten werden müssen. (red, derStandard.at, 19. 7. 2013)

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